Diese Studie nutzte Akzelerometrie zur objektiven Messung der körperlichen Aktivität bei HCM-Patienten und zeigte, dass reduzierte Aktivitätsniveaus mit einer schlechteren Lebensqualität assoziiert sind, was die Annahme infrage stellt, dass eine Bewegungseinschränkung die Sicherheit verbessert.
Patienten mit hypertropher Kardiomyopathie (HCM) reduzieren aufgrund von Bedenken hinsichtlich des plötzlichen Herztods häufig ihre körperliche Aktivität. Objektive Daten zu Aktivitätsmustern bei HCM, insbesondere in Bezug auf klinischen Phänotyp und Lebensqualität (QoL), bleiben jedoch begrenzt.
Wir erfassten die körperliche Aktivität mittels 7-tägiger Akzelerometrie bei 203 Patienten mit HCM und 37 genotyp-positiven, phänotyp-negativen (G+/P–) Personen. Zu den Endpunkten zählten tägliche Schrittzahlen, die in moderater bis intensiver körperlicher Aktivität (MVPA) verbrachte Zeit sowie sitzende Verhaltensweisen. Die Lebensqualität (QoL) wurde mittels des Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire (KCCQ) und des EuroQoL 5-Domain 5-Level (EQ-5D-5L) erfasst.
HCM-Patienten machten weniger Schritte/Tag (5254 vs. 6573), verbrachten weniger Zeit in MVPA (3,4 % vs. 4,5 % des Tages) und waren häufiger sitzend inaktiv (61 % vs. 35 % verbrachten >80 % des Tages sitzend) im Vergleich zu G+/P–-Kontrollpersonen (alle p < 0,01). Symptomat