Chronische Nierenerkrankung bei Diabetes mellitus Typ 2 betrifft 30–40 % der Patienten und erhöht das kardiovaskuläre Risiko sowie die Mortalität erheblich. Aktuelle Evidenz unterstützt den gleichzeitigen Einsatz von SGLT2-Hemmern, nicht-steroidalen Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten, GLP-1-Rezeptor-Agonisten und RAAS-Blockade, um unterschiedliche pathophysiologische Wege zu adressieren. Diese Kombinationsstrategie reduziert kardiovaskuläre Ereignisse, verzögert das Fortschreiten zur terminalen Nierenerkrankung und verbessert das Überleben. Klinisch unterstreicht sie die Bedeutung einer frühen, mechanismusbasierten Kombinationspharmakotherapie bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und chronischer Nierenerkrankung.
Die Entwicklung einer chronischen Nierenerkrankung (chronische Nierenerkrankung) bei Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM) stellt eine doppelte Bedrohung dar, da sie nicht nur das Risiko für ein terminales Nierenversagen erhöht, sondern auch das kardiovaskuläre Risiko und die vorzeitige Mortalität erheblich steigert¹'³. Die Prävalenz ist erschreckend hoch und betrifft etwa 30–40 % aller Patientinnen und Patienten mit T2DM¹. Zum Glück haben die Fortschritte in der Pharmakotherapie der letzten 25 Jahre – einschließlich der Hemmung des Natrium-Glukose-Kotransporters 2 (SGLT2-Hemmer), der nicht-steroidalen Mineralokortikoid-Rezeptor-Antagonisten (nsMRAs) und der Glucagon-like-Peptid-1-Rezeptor-Agonisten (GLP-1-RA) sowie der Blockade der Aktivierung des Renin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS) durch Angiotensin-Converting-Enzyme-Inhibitoren (ACE-Hemmer) oder Angiotensin-II-Rezeptorblocker (ARBs) – das klinische Management von T2DM und chronischer Nierenerkrankung grundlegend verändert². Durch die parallele Reduktion sowohl des renalalen als auch des kardiovaskulären Risikos profitieren Patientinnen und Patienten mit T2DM und chronischer Nierenerkrankung (insbesondere solche mit einem höheren Risiko) von einer verbesserten Überlebensrate, weniger kardiovaskulären Ereignissen und einem geringeren Bedarf an der Einleitung einer Dialyse infolge der verzögerten Progression zum terminalen Nierenversagen⁹-¹⁴'¹⁹. Aktuelle Evidenz aus klinischen Studien zu T2DM und chronischer Nierenerkrankung unterstützt die gleichzeitige Anwendung kombinierter pharmakotherapeutischer Strategien, die auf unterschiedliche mechanistische pathophysiologische Pathways abzielen¹⁹.