Diese narrative Übersicht untersucht geschlechtsspezifische Unterschiede in der Pathophysiologie, den diagnostischen Herausforderungen und den therapeutischen Antworten bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) bei Frauen. Frauen haben im Vergleich zu Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion (HFrEF) ein doppelt so hohes lebenslanges Risiko für HFpEF, wobei Adipositas und mikrovasculäre Dysfunktion eine Schlüsselrolle spielen. Aktuelle echokardiographische Parameter zur Beurteilung der diastolischen Dysfunktion und der Füllungsdrücke erfordern möglicherweise geschlechtsspezifische Verfeinerungen, um die diagnostische Genauigkeit zu verbessern. Die Verbesserung der Ergebnisse hängt von einer größeren Vertretung von Frauen in kardiovaskulären Studien sowie von weiteren Untersuchungen zu geschlechtsspezifischen diagnostischen und therapeutischen Ansätzen ab.
ZWECK DES ÜBERBLICKS: Dieser Überblick hebt Unterschiede in den pathophysiologischen Mechanismen, diagnostischen Herausforderungen und therapeutischen Antworten bei Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) bei Frauen hervor. AKTUELLE ERGEBNISSE: Aktuelle Forschungsarbeiten liefern weitere Einblicke in die Pathophysiologie der HFpEF bei Frauen sowie in die Rolle der Adipositas und deren Auswirkungen auf die Behandlung. Weitere Theorien betonen die Rolle der mikrovaskulären Dysfunktion bei Frauen mit HFpEF. Geschlechtsspezifische Unterschiede bei kardialen Bildgebungsparametern zur Beurteilung der diastolischen Dysfunktion und erhöhter Füllungsdrücke erfordern möglicherweise eine Verfeinerung, um die diagnostische Genauigkeit der HFpEF bei Frauen zu verbessern. HFpEF wird in den USA schnell zur dominierenden Form der Herzinsuffizienz, und Frauen haben ein doppelt so hohes Lebenszeitrisiko, an HFpEF zu erkranken, im Vergleich zur Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion. Geschlechtsspezifische diagnostische Parameter und Behandlungsoptionen wurden durch die geringe Beteiligung von Frauen an kardiovaskulären Studien behindert. Eine erhöhte Teilnahme an groß angelegten Studien und weitere Untersuchungen zur geschlechtsspezifischen Pathophysiologie sind erforderlich, um die Ergebnisse für Frauen zu verbessern.