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25 Aug. 2026

Therapien auf Basis von Glucagon-like Peptide-1 bei kardiovaskulären Erkrankungen

Evidenz, Mechanismen und sich abzeichnende klinische Anwendungen.

Placido Maria Mazzone, Daniele Giacoppo, Nicola Ammirabile et al. - European journal of preventive cardiology

GLP-1-Rezeptor-Agonisten und neu auftauchende duale GIP/GLP-1-Agonisten haben sich zu wichtigen kardio-metabolischen Therapien mit nachgewiesenen kardiovaskulären Vorteilen entwickelt. Große Outcomes-Studien zeigen, dass diese Arzneimittel bei Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und erhöhtem Risiko schwere kardiovaskuläre Ereignisse signifikant reduzieren, wobei die Effekte weit über die glykämische Kontrolle hinausgehen. Aktuelle Evidenz deutet zudem auf eine Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse bei Adipositas ohne Diabetes hin, während sich in der Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion vielversprechende Signale abzeichnen. Kliniker in der hausärztlichen Versorgung, der Inneren Medizin und der Kardiologie sollten diese Arzneimittel in ihre Risikomanagement-Strategien integrieren und ihre metabolischen, entzündungshemmenden und hämodynamischen Vorteile gegen Sicherheitsaspekte abwägen.

Zusammenfassung

Glucagon-like Peptid-1-(GLP-1)-Rezeptoragonisten wurden ursprünglich als blutzuckersenkende Therapien für den Diabetes mellitus Typ 2 entwickelt, haben sich jedoch zunehmend als kardiovaskulär-metabolische Wirkstoffe mit klinisch relevanten kardiovaskulären Effekten erwiesen. Große kardiovaskuläre Endpunktstudien haben bei Patientinnen und Patienten mit Diabetes mellitus Typ 2 und erhöhtem kardiovaskulärem Risiko eine Reduktion schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse gezeigt; diese Vorteile gehen über die reine glykämische Kontrolle hinaus. Parallel dazu hat die Entwicklung dualer Agonisten an den Rezeptoren für das glukoseabhängige insulinotrope Polypeptid (GIP) und GLP-1 die Therapie auf Basis von Inkretinen weiter ausgebaut, indem sie potenteren metabolischen Effekten Rechnung trägt, was das Interesse an ihren potenziellen kardiovaskulären Auswirkungen geweckt hat. Jüngst wurde gezeigt, dass die pharmakologische Behandlung der Adipositas mit GLP-1-basierten Therapien bei Patientinnen und Patienten ohne Diabetes kardiovaskuläre Ereignisse reduziert, während zunehmende Evidenz eine Rolle dieser Wirkstoffe in ausgewählten Populationen mit einer Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion nahelegt. Diese Effekte scheinen integrierte metabolische, entzündliche, vaskuläre und hämodynamische Mechanismen widerzuspiegeln. Dieser Übersichtsartikel fasst die aktuelle Evidenz zu den kardiovaskulären Effekten von GLP-1-Rezeptoragonisten und dualen GIP-GLP-1-Rezeptoragonisten zusammen, erörtert Sicherheitsaspekte und hebt zukünftige Richtungen für ihre klinische Anwendung entlang des kardiovaskulär-metabolischen Kontinuums hervor.