Einführung: Kardiovaskuläres Risikomanagement durch die Primärversorgung in Portugal
In Portugal werden Patientinnen und Patienten im Rahmen einer privaten Versorgungsstruktur betreut und nutzen zudem Krankenhausfachabteilungen. Die Primärversorgung ist weiter unterteilt in öffentliche Gesundheitseinheiten und primäre Gesundheitseinheiten. In den primären Gesundheitseinheiten, einschließlich neuer Familienversorgungseinheiten (zuletzt etwa 900), arbeiten Ärztinnen/Ärzte, Pflegekräfte und Sekretärinnen/Sekretäre. Sie arbeiten als Team mit etwa 3.000 Hausärztinnen/Hausärzten, von denen jede/jeder eine Patientenliste von etwa 2.000 Patientinnen und Patienten betreut. Derzeit gibt es 2.000 Assistenzärztinnen/Assistenzärzte im 4-jährigen Ausbildungsprogramm. Während der Facharztausbildung gibt es mehrere Arten von Sprechstunden in den Familienversorgungseinheiten, mit maximal 20 Minuten pro Sprechstunde. Assistenzärztinnen/Assistenzärzte führen Erwachsenensprechstunden durch, in denen sie Vorsorgeuntersuchungen der Assistenzzeit durchführen können, einschließlich Krebs-, Hypertonie- und Diabetesvorsorge. Assistenzärztinnen/Assistenzärzte haben eine Sprechstunde speziell für Diabetes, eine Sprechstunde für Hypertonie, eine Sprechstunde für Hypokoagulation, für Fertilität, für Schwangerschaft und für die pädiatrische Bevölkerungsgruppe. Zudem führen Assistenzärztinnen/Assistenzärzte auch gut strukturierte Hausbesuche durch.
Was kardiovaskuläre Organisationen betrifft, gibt es die Portugiesische Nationale Vereinigung für Familien- und Allgemeinmedizin, die alle Hausärztinnen und Hausärzte vertritt. Die Organisation verfügt über eine kardiovaskuläre Studiengruppe mit 7 Vorstandsmitgliedern. Die Vereinigung organisiert Workshops, klinische Sitzungen und nimmt am Forum der Vasco-da-Gama-Bewegung teil. Zudem gibt es die Portugiesische Gesellschaft für Kardiologie, die jedoch ausschließlich Kardiologinnen und Kardiologen vorbehalten ist.