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15 Sept. 2026

Die 2025 AHA/ACC-Leitlinie zur Hypertonie

Wichtige Aktualisierungen, historischer Kontext und klinische Implikationen.

John M Giacona, Wanpen Vongpatanasin - Current cardiology reports

Die 2025 AHA/ACC-Leitlinie zur Hypertonie behält das Behandlungsziel von <130/80 mmHg bei, folgt jedoch einem streng risikobasierten Ansatz und empfiehlt eine Pharmakotherapie bei Hypertonie Stadium 1, sobald das 10-Jahres-ASCVD-Risiko 7,5 % erreicht. Zu den wichtigsten Aktualisierungen gehören der rassenneutrale PREVENT-Risikorechner, ein erweitertes Screening auf primären Aldosteronismus, die routinemäßige Bestimmung des Albumin-Kreatinin-Verhältnisses im Urin und die vorsichtige Integration der renalen Denervation. Klinisch rückt der Fokus auf eine präzise Blutdruckmessung, eine zeitnahe Therapiesteigerung und den breiten Einsatz von Single-Pill-Kombinationen bei Hypertonie Stadium 2.

Zusammenfassung

ZWECK DER ÜBERSICHT: Diese Übersicht untersucht die 2025 veröffentlichte Leitlinie zu Hypertonie der American Heart Association/American College of Cardiology (ACC) und weiterer Fachgesellschaften, stellt ihre Empfehlungen in einen historischen Kontext und bewertet die zugrunde liegende Evidenz für die wichtigsten klinischen Populationen. AKTUELLE ERGEBNISSE: Die Leitlinie von 2025 behält die Blutdruck-Kategorien und das Behandlungsziel von weniger als 130/80 mmHg aus dem Jahr 2017 bei, führt jedoch die rassenneutrale PREVENT-Gleichung ein, verwendet einen 10-Jahres-Risikoschwellenwert von 7,5 % zur Steuerung der pharmakologischen Behandlung bei Hypertonie im Stadium 1 und empfiehlt bei ausgewählten Hochrisikopatienten einen systolischen Blutdruck unter 120 mmHg. Weitere Aktualisierungen umfassen die Monopillenkombinationstherapie bei Hypertonie im Stadium 2, ein erweitertes Screening auf primären Aldosteronismus, die routinemäßige Messung des Urin-Albumin-Kreatinin-Quotienten, die Abschaffung der rassenspezifischen Arzneimittelauswahl sowie die vorsichtige Integration der renalen Denervation. Aktuelle Studien stärken die Evidenz für eine intensive Senkung, einschließlich bei Patienten mit Diabetes und älteren Erwachsenen. Die Leitlinie von 2025 verfolgt einen risikobasierten, messungsabhängigen Ansatz. Die Hauptaufgabe besteht heute nicht mehr darin, wirksame Behandlungen zu identifizieren, sondern eine genaue Messung, eine zeitnahe Therapiesteigerung und eine nachhaltige Nachsorge im großen Maßstab sicherzustellen.