Lesen Sie die Zusammenfassung der EPCCS-Leitlinie zur Diagnose und zum Management von Hypertonie in der hausärztlichen Versorgung auf Ukrainisch.
Erhöhter Blutdruck (BP) oder Hypertonie ist eine der Hauptursachen für kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) und Tod jeglicher Ursache. Die Gesamtprävalenz der Hypertonie liegt bei etwa 30-45 % bei Erwachsenen und nimmt mit dem Alter zu, bis zu 60 % bei Menschen ab 60 Jahren. Zudem ist gut bekannt, dass die Senkung des Blutdrucks Morbidität und vorzeitige Mortalität erheblich reduzieren kann. Die Kontrollraten des Blutdrucks sind jedoch oft unzureichend. Nur etwa 40 % der Patientinnen und Patienten mit Hypertonie erhalten eine Behandlung, und von diesen erreichen nur etwa 35 % den Zielblutdruck von unter 140/90 mmHg. Dieses Dokument zielt darauf ab, Hausärztinnen/Hausärzten und Internistinnen/Internisten Empfehlungen zur Behandlung vaskulärer Erkrankungen bei Patientinnen und Patienten mit Bluthochdruck in der primären Gesundheitsversorgung zu geben, einschließlich Algorithmen zur Lösung der in der klinischen Praxis auftretenden Probleme. Das Dokument befasst sich mit den Unterschieden zwischen internationalen Empfehlungen zur Definition arterieller Hypertonie sowie mit Empfehlungen zum Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Die European Cardiovascular Primary Care Society (EPCCS) unterstützt die Hypertonie-Schweregrade, die in den Empfehlungen 2018 der European Society of Hypertension (ESH) / European Society of Cardiology (ESC) definiert sind. Neue Daten, die die Empfehlungen beeinflusst haben, werden kurz erörtert. Es werden aktuelle Empfehlungen zur Kontrolle des Blutdrucks und zur Diagnose arterieller Hypertonie bereitgestellt, ebenso wie Behandlungsoptionen, sowohl Lebensstilanpassungen als auch Pharmakotherapie.
Das vollständige Leitliniendokument ist auf Englisch verfügbar