Die USPSTF-Empfehlung 2020 zum Blutdruck-Screening bei Kindern und Jugendlichen befasste sich mit der Evidenz für ein routinemäßiges Screening und die Identifikation primärer und sekundärer Hypertonie in der pädiatrischen Population.
BEDEUTUNG: Die Prävalenz der Hypertonie (sowohl primär als auch sekundär) bei Kindern und Jugendlichen in den USA liegt zwischen 3 % und 4 %. Primäre Hypertonie bei Kindern und Jugendlichen tritt überwiegend bei Kindern über 13 Jahren auf und hat keine bekannte Ursache, ist jedoch mit mehreren Risikofaktoren assoziiert, darunter Familienanamnese und höherer Body-Mass-Index. Sekundäre Hypertonie tritt überwiegend bei jüngeren Kindern auf und wird am häufigsten durch genetische Störungen, Nierenerkrankungen, endokrine Erkrankungen oder kardiovaskuläre Anomalien verursacht. ZIEL: Zur Aktualisierung ihrer Empfehlung von 2013 beauftragte die USPSTF eine Übersichtsarbeit zur Evidenz bezüglich Nutzen und Schaden des Screenings, der Testgenauigkeit, der Wirksamkeit und Schäden der Behandlung sowie des Zusammenhangs zwischen Hypertonie und Markern kardiovaskulärer Erkrankung im Kindes- und Erwachsenenalter. POPULATION: Diese Empfehlungserklärung gilt für Kinder und Jugendliche im Alter von 3 bis 18 Jahren, bei denen keine Hypertonie bekannt ist oder die asymptomatisch sind. EVIDENZBEWERTUNG: Die USPSTF kommt zu dem Schluss, dass die Evidenz zur Unterstützung eines Screenings auf Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen unzureichend ist und dass das Nutzen-Schaden-Verhältnis nicht bestimmt werden kann. EMPFEHLUNG: Die USPSTF kommt zu dem Schluss, dass die aktuelle Evidenz unzureichend ist, um das Nutzen-Schaden-Verhältnis eines Screenings auf Bluthochdruck bei Kindern und Jugendlichen zu bewerten. (I statement).