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6 Aug. 2026

Peptidbasierte kombinatorische Pharmakotherapien bei chronischen Stoffwechselerkrankungen

Zara Siu Wa Chui, Yaqian Xue, Xiaoping Wu et al. - Pharmacological reviews

Diese narrative Übersicht bewertet die pharmakologischen und klinischen Fortschritte bei Kombinationstherapien mit Peptidhormon-Co-Agonisten, wie zum Beispiel GLP-1 in Kombination mit FGF21- oder GDF15-Analoga, bei chronischen Stoffwechselerkrankungen einschließlich Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, MASLD und kardiovaskulärer Erkrankung. Die Autoren betonen, dass die synergistische Zielansprache mehrerer Stoffwechselwege eine überlegene Wirksamkeit im Vergleich zur Monotherapie bietet und damit der wachsenden Belastung durch metabolische Multimorbidität begegnet. Für Kliniker skizzieren diese Erkenntnisse die sich wandelnde therapeutische Landschaft und unterstreichen das Potenzial von Co-Agonisten der nächsten Generation, die kardiometabolische Versorgung zu transformieren, wobei auf anhaltende Herausforderungen in der klinischen Entwicklung und im Sicherheitsprofil hingewiesen wird.

Zusammenfassung

Peptidhormone spielen eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des metabolischen Homöostase, indem sie komplexe Signalwege integrieren, um den interorganen Crosstalk zu koordinieren. Eine abnorme Produktion und/oder Dysfunktion von Peptidhormonen sind wichtige Faktoren für die Pathophysiologie eines Clusters zusammenhängender chronischer metabolischer Erkrankungen (CMDs), einschließlich Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, Dyslipidämie, der metabolischen Funktionsstörung assoziierten steatotischen Lebererkrankung und kardiovaskulärer Erkrankungen. Diese CMDs treten häufig gemeinsam auf und gehören zu den häufigsten Todesursachen und Ursachen für Behinderungen in der schnell alternden Bevölkerung. Peptidhormon-basierte Pharmakotherapien sind der Hauptpfeiler der Behandlung dieser CMDs. Analoga und Agonisten von Peptidhormonen, die von klassischen endokrinen Zellen produziert werden, insbesondere Insulin und Glucagon-like peptide-1, sind Grundpfeiler im Management von Diabetes und Adipositas. Darüber hinaus haben Peptidhormone, die aus nicht-klassischen endokrinen Organen freigesetzt werden, wie die von der Leber sezernierten fibroblast growth factors 21 und growth differentiation factor 15, vielversprechende therapeutische Kandidaten für adipositas-assoziierte metabolische Komorbiditäten dargestellt. Diese Peptidhormone wirken synergistisch und/oder komplementär, um pleiotrope metabolische Vorteile über ihre spezifischen Rezeptoren in verschiedenen Zielorganen/Geweben auszuüben. Kombinationspharmakotherapien mit diesen Peptidhormonen sind wirksamer als eine Monotherapie und versprechen, das Problem der Multimorbidität bei Patienten mit CMDs anzugehen. Dieser Überblick fasst aktuelle Fortschritte in der Pharmakoengineering und Pharmakologie dieser langwirksamen Peptidhormon-Analoga und Coagonisten zusammen und diskutiert ihre synergistischen und antagonistischen Wechselwirkungen bei der Behandlung von CMDs. Darüber hinaus heben wir die wichtigsten Herausforderungen und zukünftigen Perspektiven in der klinischen Entwicklung multipler Peptidhormon-basierter Coagonisten als sichere und wirksame Pharmakotherapie zum Management metabolischer Komorbiditäten hervor. SIGNIFIKANZAUSSAGE: Dieser Überblick betont die jüngsten klinischen Fortschritte in der Kombinationstherapie mit Peptidhormonen bei chronischen metabolischen Erkrankungen und unterstreicht ihre überlegene Wirksamkeit im Vergleich zu Monotherapien bei der Bewältigung metabolischer Multimorbidität. Die Zusammenfassung der neuesten Entwicklungen bei langwirksamen Analoga und Coagonisten von Peptidhormonen liefert entscheidende Einblicke in ihre synergistischen Mechanismen, ihr klinisches Potenzial und zukünftige Herausforderungen und bietet eine umfassende Perspektive zur Verbesserung des Managements komplexer metabolischer Störungen.