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20 Jan. 2026

Umweltbelastungen und kardiovaskuläre Gesundheit

Lokal handeln für globale Wirkung in einer sich verändernden Welt: Eine Stellungnahme der European Society of Cardiology, des American College of Cardiology, der American Heart Association und der World Heart Federation

Thomas Münzel - Circulation

Diese Stellungnahme der AHA beschrieb, wie Umweltbelastungen — Luftverschmutzung, extreme Temperaturen, Lärm und Klimawandel — weltweit zu kardiovaskulären Erkrankungen beitragen. Das Dokument lieferte einen Rahmen für die Integration von Umweltgesundheit in kardiovaskuläre Präventionsstrategien.

Zusammenfassung

Nichtübertragbare Krankheiten (NCDs) sind für 70 % der weltweiten Mortalität verantwortlich und verursachen jährlich über 38 Millionen Todesfälle, wobei kardiovaskuläre Erkrankungen (CVD) den Großteil dieser Todesfälle ausmachen. Während traditionelle Risikofaktoren für CVD seit Langem bekannt sind, mehren sich die Hinweise darauf, dass eine zunehmende Prävalenz allgegenwärtiger Umweltrisikofaktoren (ERFs) eine immer bedeutendere Rolle bei der Entstehung und zunehmenden Prävalenz von NCDs spielen könnte. ERFs umfassen zahlreiche miteinander verknüpfte anthropogene Expositionen mit kumulativen, sich verstärkenden Gesundheitsauswirkungen, darunter Luftverschmutzung, Lärmexposition, künstliches Licht in der Nacht, Plastikverschmutzung, chemische Verschmutzung sowie die vielfältigen Auswirkungen des Klimawandels, etwa Hitzeextreme, Wüstenstürme, Überschwemmungen und Waldbrände. Die Urbanisierung hat die Auswirkungen vieler ERFs verstärkt und intensive Expositionsumgebungen geschaffen, was die Dringlichkeit und die Chance verdeutlicht, diese für einen maximalen Nutzen für die öffentliche Gesundheit anzugehen. Wirksame Interventionen erfordern häufig regulatorische