Eine massive linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) ist ein Risikofaktor für den plötzlichen Herztod bei Kindern mit hypertropher Kardiomyopathie (HCM), doch ihr natürlicher Verlauf ist nur unzureichend verstanden. Diese Analyse aus zwei großen internationalen Registern (SHaRe und IPHCC) vergleicht Kinder mit HCM mit und ohne massive LVH – definiert als maximale Wanddicke ≥30 mm oder ein z-Score ≥+20 vor dem 18. Lebensjahr – unter Verwendung von seriellen Wanddickenmessungen und zusammengesetzten Endpunkten für schwere ventrikuläre Arrhythmieereignisse (plötzlicher Herztod, überstandener plötzlicher Herztod oder angemessene ICD-Therapie) sowie Herzinsuffizienz. Die Studie charakterisiert den Verlauf und das Risikoprofil dieses schweren Phänotyps, um die Risikostratifizierung und Therapieentscheidungen wie die Implantation eines ICD zu unterstuetzen.
HINTERGRUND: Eine massive linksventrikuläre Hypertrophie (LVH) ist ein Risikofaktor für den plötzlichen Herztod bei Kindern mit hypertropher Kardiomyopathie (HCM), doch über ihren natürlichen Verlauf ist wenig bekannt. METHODEN: Patienten mit im Kindesalter beginnender HCM, die aus zwei Registern (SHaRe [Sarcomeric Human Cardiomyopathy Registry] und IPHCC [International Paediatric Hypertrophic Cardiomyopathy Consortium]) mit oder ohne massive LVH identifiziert wurden, wurden verglichen. Eine massive LVH wurde definiert als eine absolute maximale linksventrikuläre Wanddicke (MLVWT) ≥30 mm oder eine MLVWT-z-Score ≥+20 bei einem Alter von <18 Jahren. Die Daten aus SHaRe und IPHCC umfassen Behandlungsereignisse von Januar 1960 bis März 2024 bzw. von Januar 1970 bis März 2024. Demografische, klinische und serielle MLVWT-Daten wurden erhoben. Zu den zusammengesetzten Endpunkten gehörten Ereignisse mit schweren ventrikulären Arrhythmien (plötzlicher Herztod, überstandener plötzlicher Herztod oder angemessene Therapie durch einen implantierbaren Kardioverter-Defibrillator); Ereignisse im Zusammenhang mit einer Herzinsuffizienz (HF) (linksventrikuläre Ej