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Systematische Übersicht der klinischen Leitlinien zum Lipidmanagement bei Erwachsenen mit oder im Risiko für atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung

Eine globale Perspektive.

Eine systematische Überprüfung von 109 globalen klinischen Leitlinien zeigt einen gemeinsamen Rahmen für das Lipidmanagement bei Erwachsenen mit oder im Risiko für ASCVD auf, doch bestehen weiterhin erhebliche Diskrepanzen hinsichtlich der LDL-C-Zielwerte und der Anwendung von Nicht-Statin-Therapien. Empfehlungen, die auf ältere Erwachsene, Frauen und Patienten mit Adipositas zugeschnitten sind, bleiben bemerkenswert spärlich. Diese Inkonsistenzen unterstreichen die Notwendigkeit einer stärker harmonisierten, bevölkerungsspezifischen Anleitung zur Optimierung des kardiovaskulären Risikomanagements in verschiedenen Gesundheitssystemen.

Ziele

Identifizierung klinischer Leitlinien weltweit zum Lipidmanagement bei Erwachsenen mit einem Risiko für oder einer diagnostizierten atherosklerotischen kardiovaskulären Erkrankung (ASCVD) sowie Zusammenfassung der Empfehlungen für Patientinnen und Patienten mit zunehmend verbreiteten Erkrankungen (d. h. Diabetes, chronische Nierenerkrankung und Adipositas), älteren Menschen und Frauen.

Methoden

Es wurde eine systematische Übersicht klinischer Leitlinien durchgeführt, die in den letzten 10 Jahren veröffentlicht wurden, durch Suche in den Datenbanken Embase, MEDLINE und leitlinienspezifischen Datenbanken. Relevante Leitliniendokumente wurden von zwei unabhängigen Prüfern ausgewählt. Empfehlungen bezüglich der Lipidbestimmung, der LDL-c-Zielwerte, von Lebensstiländerungen und der lipidsenkenden Therapie wurden extrahiert.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 109 klinische Leitlinien und Experten-Konsenserklärungen identifiziert, die international (10 %) oder in Europa oder dem Vereinigten Königreich (31 %), im asiatisch-pazifischen Raum (26 %), in den Vereinigten Staaten oder Kanada (23 %), in Lateinamerika (5 %), im Nahen Osten (5 %) oder in Afrika (<1 %) entwickelt wurden. Obwohl klinische Leitlinien gemeinsame Empfehlungen zum Lipidmanagement bei Patientinnen und Patienten mit einem Risiko für oder einer diagnostizierten ASCVD, einschließlich solcher mit Diabetes oder chronischer Nierenerkrankung, bieten, unterscheiden sich die Empfehlungen bezüglich der LDL-c-Zielwerte und der Anwendung von Nicht-Statin-Therapien häufig zwischen den Leitliniendokumenten. Darüber hinaus sind spezifische Empfehlungen für ältere Menschen, Frauen und Patientinnen und Patienten mit Adipositas knapp.

Schlussfolgerungen

Obwohl klinische Leitlinien aus der ganzen Welt einen gemeinsamen Rahmen für das Lipidmanagement bieten, bestehen weiterhin wichtige Unterschiede in den Empfehlungen bezüglich der LDL-c-Zielwerte, der Anwendung von Nicht-Statin-Therapien und des Managements bestimmter Patientengruppen. Künftige Forschung und die Entwicklung von Leitlinien können dazu beitragen, diese Lücken zu schließen und die Konsistenz sowie die Anwendbarkeit der Empfehlungen in verschiedenen Versorgungsbereichen zu verbessern.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt und kann Fehler enthalten. Englisches Original