EN Menu

14 März 2026

Der Puls der hausärztlichen Versorgung – EPCCS-Gipfel 2026

EPCCS-Jahresgipfel für Kardiologie in Palma de Mallorca neu gestartet

Nach einer sechsjährigen Pause seit 2019 kehrte die European Primary Care Cardiovascular Society (EPCCS) am 26.–27. Februar 2026 erfolgreich zurück. Der 12. Jahresgipfel brachte 60 führende Fachkräfte der hausärztlichen Versorgung aus ganz Europa in der malerischen Stadt Palma de Mallorca zu einem intensiven, interaktiven Austausch über die Zukunft der kardiovaskulären, kardiorenalen und kardiometabolischen Medizin zusammen.

Die Lücke schließen: Das Hausarzt-Toolkit für Dyslipidämie

Ein zentraler Bestandteil des Gipfels war eine vertiefte Auseinandersetzung mit dem Lipidmanagement, moderiert von Professor Erik Stroes vom Amsterdam UMC. Die Sitzung konzentrierte sich darauf, Praktizierende mit einem pragmatischen „Hausarzt-Toolkit" für den Praxisalltag auszustatten. Zu den wichtigsten Diskussionsthemen gehörten:

Die kardiorenale Verbindung

In Anerkennung der untrennbaren Verbindung zwischen Herz- und Nierengesundheit fand eine eigene Sitzung zum kardiorenalen Update statt, moderiert von Prof. Hiddo Lambers Heerspink aus Groningen, Niederlande, und Prof. Raj Thakkar, Vorsitzender der PCCS, Vereinigtes Königreich. Sie boten den Klinikerinnen und Klinikern einen klaren Fahrplan für:

Politik und Prävention: Der EU Safe Hearts Plan

Der Gipfel richtete den Blick auch auf die Zukunft der europäischen Gesundheitspolitik mit einer Sitzung zum neuen EU Safe Hearts Plan. Die Teilnehmenden erörterten die einzigartigen Möglichkeiten, die dieser Plan der hausärztlichen Versorgung bietet, um bei der präventiven Kardiologie und dem Bevölkerungsgesundheitsmanagement eine führende Rolle zu übernehmen.

Erweiterung des Blickwinkels: Besondere Bevölkerungsgruppen

Kardiovaskuläres Risiko existiert nicht im luftleeren Raum. Der Gipfel widmete sich häufig übersehenen Schnittstellen der Gesundheit, darunter:

Kardiovaskuläre Updates

State-of-the-Art-Vorträge wurden zu wichtigen Themen gehalten, wie zum Beispiel:

Eine gesamteuropäische Perspektive

Der „interaktive Austausch" wurde durch länderspezifische Updates wirklich verwirklicht. Delegierte aus Polen, Griechenland, der Türkei und der Ukraine teilten die besonderen Herausforderungen und Erfolgsgeschichten ihrer jeweiligen Gesundheitssysteme und förderten so ein Gefühl der Solidarität und des gemeinsamen Lernens.

„Dieser Gipfel markiert eine wichtige Rückkehr zur persönlichen Zusammenarbeit. Indem wir komplexes Fachwissen in ein ‚Hausarzt-Toolkit' übersetzen, stellen wir sicher, dass die neuesten Innovationen in der kardiorenalen Medizin tatsächlich die Patientinnen und Patienten erreichen, die sie am dringendsten benötigen."