Präsentiert in München am 28. August 2026 und veröffentlicht im European Heart Journal: die erste vollständige Überarbeitung der ESC-Leitlinie zur Herzinsuffizienz seit 2021. HFmrEF entfällt (HFrEF bedeutet nun LVEF unter 50 Prozent, HFpEF 50 Prozent und darüber), ein Rahmenwerk von Stadium A bis D rückt die Prävention in den Fokus, akute Herzinsuffizienz wird als dekompensierte Herzinsuffizienz bezeichnet und GDMT wird durch fundamentale, zusätzliche und interventionelle Therapie ersetzt. Neue Empfehlungen der Klasse I: ein MRA bei symptomatischer Herzinsuffizienz unabhängig von der LVEF (Finerenon bei HFpEF), Beginn eines SGLT2-Hemmers im Krankenhaus nach Stabilisierung, Dosissteigerung alle 1 bis 2 Wochen, intravenöses Eisen, frühe Überweisung an ein Zentrum für fortgeschrittene Herzinsuffizienz und Zugang zu palliativmedizinischer Versorgung. Empfehlungen der Klasse IIa: Semaglutid oder Tirzepatid bei Herzinsuffizienz mit LVEF von 45 Prozent oder höher und BMI von 30 oder höher, Digoxin oder Digitoxin bei symptomatischer HFrEF. Vier Mitglieder der niederländischen Task Force.