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Literatur ·

Intensive versus Standard-Blutdrucksenkung bei Personen mit und ohne chronische Nierenerkrankung

Eine systematische Übersicht und Meta-Analyse.

Diese systematische Übersicht und Metaanalyse von 27 randomisierten kontrollierten Studien (88.830 Teilnehmer) zeigt, dass eine intensive Senkung des Blutdrucks das Risiko für schwere kardiovaskuläre Ereignisse um 15 % pro 10-mm-Hg-Reduktion des systolischen Drucks verringert, unabhängig vom Status der chronischen Nierenerkrankung. Während eine intensive Senkung das Risiko für anhaltende Abnahmen der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) erhöhte, stieg das Risiko eines Nierenversagens nicht an. Angesichts des höheren kardiovaskulären Grundrisikos bei chronischer Nierenerkrankung überwiegt der absolute Nutzen (4,3 weniger Ereignisse pro 1.000 Person-Jahre) die Veränderungen der renalen Surrogatparameter, was intensive Blutdruckziele sowohl bei Patienten mit als auch ohne chronische Nierenerkrankung unterstützt.

Ziele

Ziel war es, die standardisierten Effekte einer intensiven Blutdrucksenkung auf kardiovaskuläre und nierenspezifische Endpunkte insgesamt zu bewerten und anschließend nach einer Effektmodifikation durch den CKD-Status zu suchen. DATENQUELLEN: Die Datenbanken MEDLINE und Embase wurden vom Beginn der Erfassung bis zum 16. Januar 2026 durchsucht. STUDIENAUSWAHL: Randomisierte klinische Studien, die eine intensive im Vergleich zu einer standardmäßigen Blutdrucksenkung bei Erwachsenen mit und ohne CKD verglichen und eine Nachbeobachtungszeit von mindestens 1 Jahr aufwiesen, waren für die Aufnahme eligible. DATENEXTRAKTION UND -SYNTHESE: Metaanalysen wurden unter Verwendung einer gewichteten inversen Varianz durchgeführt, nachdem die Studienergebnisse entsprechend der zwischen den Gruppen bestehenden Differenz im erreichten systolischen Blutdruck (SBP) standardisiert wurden. Unterschiede in den relativen Effekten zwischen Populationen mit und ohne CKD wurden mittels χ²-Tests auf Heterogenität bewertet. HAUPTENDPUNKTE UND -MAẞNAHMEN: Der primäre Endpunkt war das Auftreten schwerwiegender kardiovaskulärer Ereignisse; zu den sekundären Endpunkten gehörten Nierenversagen sowie eGFR-basierte Surrogatendpunkte für Nierenversagen.

Ergebnisse

Wir identifizierten 27 Studien mit insgesamt 88 830 Teilnehmern. Eine intensive Blutdrucksenkung reduzierte das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 15 % pro 10-mm-Hg niedrigerem SBP (Relatives Risiko [RR], 0,85; 95 %-KI, 0,81–0,89), ohne dass sich dies nach CKD-Status unterschied. Dies entsprach einer geschätzten (SE) absoluten Reduktion von 4,3 (1,2) kardiovaskulären Ereignissen pro 1000 Person-Jahren bei Personen mit CKD und von 2,7 (0,4) Ereignissen pro 1000 Person-Jahren bei Personen ohne CKD. Eine intensive Blutdrucksenkung hatte keinen Einfluss auf das Risiko für Nierenversagen (RR pro 10-mm-Hg-Reduktion, 0,97; 95 %-KI, 0,84–1,11) noch auf das Risiko für ein anhaltendes Abfallen der eGFR um 57 % oder 50 % (RR, 0,97; 95 %-KI, 0,83–1,14 bzw. RR, 1,29; 95 %-KI, 0,94–1,76), ohne dass sich dies nach CKD-Untergruppe unterschied. Eine intensive Blutdrucksenkung erhöhte das Risiko für ein Abfallen um 30 % oder mehr und um 40 % oder mehr um 42 % (RR, 1,42; 95 %-KI, 1,28–1,58) bzw. um 47 % (RR, 1,47; 95 %-KI, 1,30–1,66).

Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse dieser systematischen Übersicht und Metaanalyse deuten darauf hin, dass bei Erwachsenen mit oder ohne CKD eine intensive Blutdrucksenkung das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse um 15 % pro 10-mm-Hg niedrigerem SBP reduzierte und das Risiko für ein anhaltendes Abfallen der eGFR erhöhte, ohne dass das Risiko für Nierenversagen anstieg. Da das basale kardiovaskuläre Risiko bei CKD jedoch höher ist, war die absolute Reduktion kardiovaskulärer Ereignisse in dieser Population mindestens ebenso groß; daher sollte eine intensive Blutdrucksenkung bei Menschen mit und ohne CKD empfohlen werden.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt und kann Fehler enthalten. Englisches Original