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27 Sept. 2022

Randomisierte Studie zu Stimulation des linken Tawara-Schenkels vs. biventrikulärer Stimulation für die kardiale Resynchronisationstherapie.

Yao Wang, Haojie Zhu, Xiaofeng Hou et al. - Journal of the American College of Cardiology

Diese erste randomisierte Studie, die die Stimulation im Bereich des linken Tawara-Schenkels mit der biventrikulären Stimulation für die kardiale Resynchronisationstherapie verglich, zeigte, dass LBBP ein vergleichbares oder überlegenes echokardiographisches Ansprechen bei einem einfacheren Implantationsverfahren erzielte. Die Ergebnisse positionierten LBBP als praktikable CRT-Alternative.

Hintergrund

Die Stimulation des linken Tawara-Schenkels (LBBP) ist die am schnellsten wachsende Technik der Reizleitungssystem-Stimulation, die in der Lage ist, einen intrinsischen Linksschenkelblock (LBBB) zu korrigieren. Als solche ist sie potenziell eine optimale Alternative zur kardialen Resynchronisationstherapie (CRT) mit biventrikulärer Stimulation (BiVP).

Ziele

Die Autoren wollten die Wirksamkeit von LBBP-CRT mit BiVP-CRT bei Patienten mit Herzinsuffizienz und reduzierter linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF) vergleichen.

Methoden

Dies ist eine prospektive, randomisierte Studie bei Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie und LBBB mit einer vorab geplanten 6-monatigen Nachbeobachtung. Crossover war erlaubt, wenn LBBP oder BiVP erfolglos waren. Der primäre Endpunkt war der Unterschied in der LVEF-Verbesserung zwischen den 2 Gruppen. Die sekundären Endpunkte umfassten Veränderungen echokardiographischer Messwerte, N-terminales pro-B-Typ natriuretisches Peptid (NT-proBNP), NYHA-Funktionsklasse, 6-Minuten-Gehstrecke, QRS-Dauer, und CRT-Ansprechen.

Ergebnisse

Die Studie umfasste 40 konsekutive Patienten (20 Männer, mittleres Alter 63,7 Jahre, LVEF 29,7 % ± 5,6 %). Crossover trat bei 10 % der LBBP-CRT- und 20 % der BiVP-CRT-Patienten auf. Alle Patienten schlossen die Nachbeobachtung ab. Die Intention-to-treat-Analyse zeigte eine signifikant höhere LVEF-Verbesserung nach 6 Monaten unter LBBP-CRT im Vergleich zu BiVP-CRT (mittlere Differenz: 5,6 %; 95 %-KI: 0,3-10,9; p = 0,039). LBBP-CRT zeigte auch größere Reduktionen des linksventrikulären endsystolischen Volumens (-24,97 ml; 95 %-KI: -49,58 bis -0,36 ml) und von NT-proBNP (-1.071,80 pg/ml; 95 %-KI: -2.099,40 bis -44,20 pg/ml), sowie vergleichbare Veränderungen der NYHA-Funktionsklasse, der 6-Minuten-Gehstrecke, der QRS-Dauer, und der CRT-Ansprechraten im Vergleich zu BiVP-CRT.

Schlussfolgerungen

LBBP-CRT zeigte eine stärkere LVEF-Verbesserung als BiVP-CRT bei Herzinsuffizienz-Patienten mit nichtischämischer Kardiomyopathie und LBBB. (Left Bundle Branch Pacing Versus Biventricular Pacing for Cardiac Resynchronization Therapy [LBBP-RESYNC]; NCT04110431)