In dieser doppelblinden randomisierten Phase-2-Studie unterdrückte Memantin, ein NMDA-Rezeptor-Antagonist, vorzeitige atriale Extrasystolen bei symptomatischen Erwachsenen mit ≥1.000 PACs pro 24 h. Das Ergebnis eröffnet einen wirklich neuen pharmakologischen Weg für die Behandlung von Vorhofflimmern, der auf dem kürzlich identifizierten kardialen glutamatergen System basiert. Wenn die Reduktion der PACs zu einem nachgelagerten Nutzen bei Vorhofflimmern und Schlaganfall führt, könnte sie die Behandlung von Vorhofflimmern grundlegend verändern.
HINTERGRUND: Vorzeitige Vorhofkontraktionen (PACs) sind unabhängig mit Vorhofflimmern, Schlaganfall und Herzinsuffizienz assoziiert, doch ist keine pharmakologische Therapie zur Unterdrückung von PACs zugelassen. Experimentelle Studien haben ein funktionales kardiales glutamatergisches System identifiziert, in dem N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren die atriale Elektrophysiologie regulieren. Präklinische Studien zeigen, dass die pharmakologische Antagonisierung von N-Methyl-D-Aspartat-Rezeptoren mit Memantin atriale Arrhythmien unterdrückt. METHODEN: Wir führten eine von den Untersuchern initiierte, multizentrische, randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Phase-2-Studie durch. Symptomatische Erwachsene mit häufigen PACs (≥1000/24 h) wurden randomisiert, um für 6 Wochen entweder Memantin oder Placebo zu erhalten. Das primäre Endpunkt war die prozentuale Veränderung der mittleren 24-Stunden-PAC-Anzahl vom Baseline bis zum Ende der Behandlung. Die primäre Analyse wurde in der Intention-to-Treat-Population durchgeführt. Vorab festgelegte sekundäre Endpunkte umfassten die Ansprechrate (≥50 % Reduktion der PACs), die