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29 Juli 2026

Zeitlich auf den Chronotyp abgestimmte Trainingszeiten bei mitteldurchschnittlichen Erwachsenen mit kardiovaskulärem und metabolischem Risiko

eine randomisierte kontrollierte Studie.

Arsalan Tariq, Mohammed Harris Khalid, Muhammad Ammar - Open heart

Die Abstimmung des Trainingszeitpunkts auf den Chronotyp (Morgen- oder Abendtyp) kann zu einem größeren kardiovaskulär-metabolischen Nutzen führen. In dieser 12-wöchigen randomisierten Studie (Lahore, Pakistan; 150 sitzende Erwachsene im Alter von 40 bis 60 Jahren mit mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor) wurde der Chronotyp mittels Fragebogen ermittelt und durch eine 48-stündige Messung der Körperkerntemperatur bestätigt. Die Teilnehmer trainierten unter Aufsicht (5-mal pro Woche, 40 Minuten bei moderater Intensität) entweder zu ihrer bevorzugten Zeit (chronotypengerecht, CAE) oder zu ihrer nicht bevorzugten Zeit (CME). Die CAE-Gruppe zeigte signifikant stärkere Verbesserungen beim systolischen Blutdruck (-10,8 vs. -5,5 mmHg), diastolischen Blutdruck, der Herzfrequenzvariabilität (RMSSD), dem maximalen Sauerstoffverbrauch (VO2max), LDL, Nüchternblutzucker und der Schlafqualität (PSQI). Die Anpassung des Trainings an den individuellen Chronotyp könnte somit eine kostengünstige, personalisierte Methode zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit sein.

Ziele

Untersuchung der Frage, ob die Abstimmung des Trainingszeitpunkts auf den Chronotyp die kardiometabolischen und schlafbezogenen Vorteile bei sitzenden Erwachsenen mit kardiovaskulären Risikofaktoren verbessert.

Methoden

In dieser 12-wöchigen randomisierten kontrollierten Studie, die in Lahore, Pakistan (Januar–Juni 2025), durchgeführt wurde, wurden 150 sitzende Erwachsene (Alter 40–60 Jahre) mit mindestens einem kardiovaskulären Risikofaktor rekrutiert und mithilfe des Morningness-Eveningness Questionnaire (MEQ) als Morgen- oder Abendtyp klassifiziert. Die Zuordnung wurde durch eine 48-stündige Messung der Kerperkerntemperatur validiert. Die Teilnehmenden wurden randomisiert einer Gruppe für chronotyp-angepasstes Training (CAE) mit Training zu ihrer bevorzugten Zeit oder einer Gruppe für chronotyp-misaligniertes Training (CME) mit Training zu ihrer nicht bevorzugten Zeit zugeteilt. Das Training bestand aus moderat intensiver aerobischer Belastung (5 Einheiten/Woche, 40 Minuten/Einheit) und wurde beaufsichtigt. Primäre Endpunkte waren der systolische und diastolische Blutdruck (BP) sowie die Herzratenvariabilität (RMSSD); sekundäre Endpunkte waren die maximale Sauerstoffaufnahme (VO₂ peak), das Low-Density-Lipoprotein (LDL), die Nüchtern-Glukose und die Schlafqualität (PSQI), die vor und nach der Intervention bewertet wurden.

Ergebnisse

Von 150 randomisierten Teilnehmenden schlossen 134 die Studie ab (CAE: n=64; CME: n=70). Im Vergleich zur C-Gruppe führte CAE zu signifikant stärkeren Verbesserungen beim systolischen BP (-10,8 vs. -5,5 mm Hg, p=0,002), diastolischen BP, RMSSD, VO₂ peak, LDL, Nüchtern-Glukose und PSQI-Werten. Die Varianzanalyse mit wiederholten Messungen (ANOVA) zeigte signifikante Gruppen×Zeit-Interaktionen für alle Endpunkte (z. B. systolischer BP: η²=0,095, p=0,005). Die Reduktion des systolischen BP in der CAE-Gruppe war erheblich und signifikant größer als in der CME-Gruppe.

Schlussfolgerungen

Die Abstimmung des Trainingszeitpunkts auf den individuellen Chronotyp verbessert die kardiometabolischen und schlafbezogenen Ergebnisse bei Erwachsenen mit erhöhtem Risiko signifikant. Chronotyp-basierte Trainingsverschreibungen können einen kosteneffektiven, personalisierten Ansatz zur Verbesserung der kardiovaskulären Gesundheit darstellen.