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3 Aug. 2026

Antithrombotische Therapie bei Patienten mit chronischem koronarem Syndrom unter oraler Antikoagulation.

Hubert Dromas, Dany Janah, Basile Verdier et al. - Current cardiology reports

Eine aktuelle narrative Übersicht fasst die Evidenz zur antithrombotischen Behandlung bei Patienten mit stabilem chronischem Koronarsyndrom (CCS) und Vorhofflimmern (AF) zusammen. Studien wie AFIRE, EPIC-CAD, AQUATIC und ADAPT-AF-DES zeigen, dass eine Monotherapie mit oralen Antikoagulantien (OAC) der Kombinationstherapie mit Thrombozytenaggregationshemmern überlegen ist, was zu signifikant weniger majoralen Blutungsereignissen ohne Zunahme ischämischer Komplikationen führt und bei verlängerter Kombinationstherapie sogar eine erhöhte Mortalität aufweist. Für die klinische Praxis unterstützt dies die OAC-Monotherapie als bevorzugte Langzeitstrategie, die ischämischen Schutz und Reduktion des Blutungsrisikos effektiv ausbalanciert.

Zusammenfassung

ZUSAMMENFASSUNG: Vorhofflimmern (VF) und/oder die Notwendigkeit einer oralen Antikoagulation (OAC) bestehen häufig gemeinsam mit einem stabilen chronischen koronaren Syndrom (CCS). In dieser Patientengruppe müssen Kliniker den Schutz vor Ischämie sorgfältig gegen das Blutungsrisiko abwägen. Diese Übersicht soll die verfügbaren Erkenntnisse zusammenfassen und klären, ob eine Thrombozytenaggregationshemmung (APT) in dieser spezifischen Untergruppe zusätzlich zur OAC beibehalten werden sollte. AKTUELLE ERGEBNISSE: Aktuelle Studien haben wesentliche Erkenntnisse geliefert. Die Studien AFIRE, EPIC-CAD, AQUATIC und ADAPT-AF-DES haben allesamt gezeigt, dass eine OAC-Monotherapie hinsichtlich des nettoklinischen Nutzens nicht nur nicht schlechter, sondern der Kombinationstherapie (OAC plus APT) überlegen ist, wobei weniger schwere Blutungsereignisse und keine Zunahme ischämischer Komplikationen auftraten. Die Studien AQUATIC und AFIRE zeigten sogar eine erhöhte Mortalität bei verlängerter Kombinationstherapie. Die aktuellen Erkenntnisse unterstützen die alleinige OAC als bevorzugte langfristige antithrombotische Strategie bei Patienten mit VF und stabilem CCS.