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7 Aug. 2020

Integriertes Management von Vorhofflimmern in der hausärztlichen Versorgung

Ergebnisse der clusterrandomisierten ALL-IN-Studie.

Carline J van den Dries, Sander van Doorn, Frans H Rutten et al. - European heart journal

Die clusterrandomisierte ALL-IN-Studie zeigte, dass ein in der hausärztlichen Versorgung koordiniertes integriertes Management von Vorhofflimmern (AF) eine hervorragende Einhaltung der Leitlinienempfehlungen erreichte und mit verbesserten klinischen Endpunkten assoziiert war. Die Ergebnisse zeigten, dass eine umfassende AF-Versorgung im hausärztlichen Setting effektiv erbracht werden kann.

Ziele

Zu evaluieren, ob eine integrierte Versorgung bei Vorhofflimmern (AF) sicher in der hausärztlichen Versorgung koordiniert werden kann.

Methoden

Die ALL-IN-Studie war eine clusterrandomisierte, offene, pragmatische Nichtunterlegenheitsstudie, die in hausärztlichen Praxen in den Niederlanden durchgeführt wurde. Wir randomisierten 26 Praxen: 15 zur integrierten Versorgungsintervention und 11 zur üblichen Versorgung. Die integrierte Versorgungsintervention bestand aus (i) vierteljährlichen AF-Kontrolluntersuchungen durch geschulte Pflegekräfte in der hausärztlichen Versorgung, die sich auch auf möglicherweise interferierende Komorbiditäten konzentrierten, (ii) der Überwachung der Antikoagulationstherapie in der hausärztlichen Versorgung, und schließlich (iii) der leicht zugänglichen Verfügbarkeit von Konsultationen bei Kardiologen und Antikoagulationskliniken. Der primäre Endpunkt war die Gesamtmortalität während 2 Jahren Nachbeobachtung. Im Interventionsarm gaben 527 von 941 geeigneten AF-Patienten im Alter von ≥65 Jahren ihre informierte Einwilligung zur Teilnahme an der Intervention. Diese 527 Patienten wurden mit 713 AF-Patienten im Kontrollarm verglichen, die die übliche Versorgung erhielten. Das mediane Alter betrug 77 Jahre (Interquartilsbereich 72–83). Die Gesamtmortalitätsrate betrug 3,5 pro 100 Patientenjahre im Interventionsarm gegenüber 6,7 pro 100 Patientenjahre im Kontrollarm [adjustierte Hazard Ratio (HR) 0,55; 95 %-Konfidenzintervall (KI) 0,37–0,82]. Für die nicht-kardiovaskuläre Mortalität betrug die adjustierte HR 0,47 (95 %-KI 0,27–0,82). Für andere unerwünschte Ereignisse wurden keine statistisch signifikanten Unterschiede beobachtet.

Schlussfolgerungen

In dieser clusterrandomisierten Studie zeigte die integrierte Versorgung älterer AF-Patienten in der hausärztlichen Versorgung im Vergleich zur üblichen Versorgung eine Reduktion der Gesamtmortalität um 45 %.