Die LODESTAR-Studie zeigte, dass ein Treat-to-Target-Ansatz (Ziel-LDL <70 mg/dl mit Dosisanpassung) im Vergleich zu einer festen hochintensiven Statintherapie bei kardiovaskulären Endpunkten bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit nicht unterlegen war. Die Ergebnisse stützten beide Strategien als akzeptabel für die klinische Praxis.
Bewertung, ob eine Treat-to-Target-Strategie einer Strategie mit hochintensiven Statinen bei langfristigen klinischen Endpunkten bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit nicht unterlegen ist. DESIGN, SETTING UND TEILNEHMER: Eine randomisierte, multizentrische Nichtunterlegenheitsstudie bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit, behandelt an 12 Zentren in Südkorea (Einschluss: 9. September 2016 bis 27. November 2019; abschließende Nachbeobachtung: 26. Oktober 2022).
Die Patienten wurden randomisiert entweder der LDL-C-Zielstrategie mit einem LDL-C-Zielwert zwischen 50 und 70 mg/dl oder einer hochintensiven Statintherapie mit Rosuvastatin 20 mg oder Atorvastatin 40 mg zugeteilt. HAUPTZIELGRÖSSEN UND MESSUNGEN: Der primäre Endpunkt war ein 3-Jahres-Kombinationsendpunkt aus Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall oder koronarer Revaskularisation mit einer Nichtunterlegenheitsgrenze von 3,0 Prozentpunkten.
Unter 4400 Patienten schlossen 4341 Patienten (98,7 %) die Studie ab (mittleres Alter [SD] 65,1 [9,9] Jahre; 1228 Frauen [27,9 %]). In der Treat-to-Target-Gruppe (n = 2200) mit 6449 Personenjahren Nachbeobachtung wurden bei 43 % bzw. 54 % eine mittelintensive bzw. hochintensive Dosierung eingesetzt. Der mittlere (SD) LDL-C-Wert über 3 Jahre betrug 69,1 (17,8) mg/dl in der Treat-to-Target-Gruppe und 68,4 (20,1) mg/dl in der Gruppe mit hochintensiver Statintherapie (n = 2200) (p = 0,21, im Vergleich zur Treat-to-Target-Gruppe). Der primäre Endpunkt trat bei 177 Patienten (8,1 %) in der Treat-to-Target-Gruppe und bei 190 Patienten (8,7 %) in der Gruppe mit hochintensiver Statintherapie auf (absolute Differenz -0,6 Prozentpunkte [obere Grenze des einseitigen 97,5 %-KI, 1,1 Prozentpunkte]; p < 0,001 für Nichtunterlegenheit).
Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit war eine Treat-to-Target-LDL-C-Strategie mit einem Zielwert von 50 bis 70 mg/dl der hochintensiven Statintherapie hinsichtlich des 3-Jahres-Kombinationsendpunkts aus Tod, Myokardinfarkt, Schlaganfall oder koronarer Revaskularisation nicht unterlegen. Diese Ergebnisse liefern zusätzliche Evidenz für die Eignung einer Treat-to-Target-Strategie, die einen individuell angepassten Ansatz unter Berücksichtigung der individuellen Variabilität im Ansprechen auf die Statintherapie ermöglichen könnte.