Diese gepoolte Analyse auf Teilnehmerebene von PARAGON-HF, PARADIGM-HF und PARAGLIDE-HF bestätigte, dass Sacubitril/Valsartan NT-proBNP und Herzinsuffizienz-Ereignisse bei Patienten mit HFmrEF und HFpEF (EF ≥40 %) reduziert, insbesondere bei jenen mit niedrigerer LVEF innerhalb dieses Bereichs.
Die PARAGLIDE-HF-Studie zeigte Reduktionen der natriuretischen Peptide unter Sacubitril/Valsartan im Vergleich zu Valsartan bei Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion, die ein kürzliches Verschlechterungsereignis der HI hatten, war jedoch nicht ausreichend gepowert, um klinische Endpunkte zu untersuchen. PARAGON-HF umfasste eine Teilmenge PARAGLIDE-HF-ähnlicher Patienten, die kürzlich wegen HI hospitalisiert worden waren. Daten auf Teilnehmerebene aus PARAGLIDE-HF und PARAGON-HF wurden gepoolt, um die Wirksamkeit und Sicherheit von Sacubitril/Valsartan bei der Reduktion kardiovaskulärer und renaler Ereignisse bei HI mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion besser abzuschätzen.
Sowohl PARAGLIDE-HF als auch PARAGON-HF waren multizentrische, doppelblinde, randomisierte, aktiv-kontrollierte Studien zu Sacubitril/Valsartan versus Valsartan bei Patienten mit HI mit leicht reduzierter oder erhaltener linksventrikulärer Ejektionsfraktion (LVEF >40 % in PARAGLIDE-HF und ≥45 % in PARAGON-HF). In der vorab spezifizierten primären Analyse poolten wir Teilnehmer aus PARAGLIDE-HF (die alle während oder innerhalb von 30 Tagen nach einem Verschlechterungsereignis der HI eingeschlossen wurden) mit einer „PARAGLIDE-ähnlichen“ Teilmenge von PARAGON-HF (jene, die innerhalb von 30 Tagen wegen HI hospitalisiert wurden). Wir poolten außerdem die gesamten PARAGLIDE-HF- und PARAGON-HF-Populationen für einen breiteren Kontext. Der primäre Endpunkt dieser Analyse war der zusammengesetzte Endpunkt aus der Gesamtzahl an Verschlechterungsereignissen der HI (einschließlich erster und wiederholter HI-Hospitalisierungen und dringender Vorstellungen) und kardiovaskulärem Tod. Der sekundäre Endpunkt war der vorab spezifizierte renale zusammengesetzte Endpunkt für beide Studien (≥50 % Rückgang der geschätzten glomerulären Filtrationsrate vom Ausgangswert, terminale Niereninsuffizienz oder renaler Tod). Im Vergleich zu Valsartan reduzierte Sacubitril/Valsartan signifikant die Gesamtzahl an Verschlechterungsereignissen der HI und den kardiovaskulären Tod sowohl in der primären gepoolten Analyse der Teilnehmer mit kürzlicher HI-Verschlechterung [n = 1088; Rate Ratio (RR) 0,78; 95 %-Konfidenzintervall (KI) 0,61-0,99; p = 0,042] als auch in der gepoolten Analyse aller Teilnehmer (n = 5262; RR 0,86; 95 %-KI: 0,75-0,98; p = 0,027). In der gepoolten Analyse aller Teilnehmer wurde die erste nominale statistische Signifikanz bis Tag 9 nach Randomisierung erreicht, und die Behandlungsvorteile waren größer bei jenen mit LVEF ≤60 % (RR 0,78; 95 %-KI 0,66-0,91) im Vergleich zu jenen mit LVEF >60 % (RR 1,09; 95 %-KI 0,86-1,40; p-Interaktion = 0,021). Sacubitril/Valsartan war zudem mit niedrigeren Raten des renalen zusammengesetzten Endpunkts assoziiert, sowohl in der primären gepoolten Analyse [Hazard Ratio (HR) 0,67; 95 %-KI 0,43-1,05; p = 0,080] als auch in der gepoolten Analyse aller Teilnehmer (HR 0,60; 95 %-KI 0,44-0,83; p = 0,002).
In gepoolten Analysen von PARAGLIDE-HF und PARAGON-HF reduzierte Sacubitril/Valsartan kardiovaskuläre und renale Ereignisse bei Patienten mit HI mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion. Diese Daten stützen den Einsatz von Sacubitril/Valsartan bei Patienten mit HI mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion, insbesondere bei jenen mit einer LVEF unterhalb des Normalbereichs, unabhängig vom Versorgungssetting.