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7 Sept. 2024

Semaglutid versus Placebo bei Patienten mit Herzinsuffizienz und leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion

eine gepoolte Analyse der randomisierten Studien SELECT, FLOW, STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM.

Mikhail N Kosiborod, John Deanfield, Richard Pratley et al. - Lancet (London, England)

Diese gepoolte Analyse von Semaglutid-Studien bei HFpEF mit einer Ejektionsfraktion ≥40 % und Adipositas bestätigte signifikante Verbesserungen bei Symptomen, körperlicher Belastbarkeit, Körpergewicht und Entzündungsmarkern. Der konsistente Nutzen über das Spektrum von leicht reduzierter bis erhaltener Ejektionsfraktion unterstützt Semaglutid als Kerntherapie für den Adipositas-HFpEF-Phänotyp.

Hintergrund

Herzinsuffizienz mit leicht reduzierter oder erhaltener Ejektionsfraktion (im Folgenden als HFpEF bezeichnet) ist die häufigste Form der Herzinsuffizienz und mit einem hohen Risiko für Hospitalisierung und Tod assoziiert, insbesondere bei Patienten mit Übergewicht, Adipositas oder Typ-2-Diabetes. In den Studien STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM verbesserte Semaglutid herzinsuffizienzbezogene Symptome und körperliche Einschränkungen bei Teilnehmern mit HFpEF. Ob Semaglutid auch klinische Herzinsuffizienzereignisse in dieser Gruppe reduziert, war noch zu klären.

Methoden

Wir führten eine post-hoc gepoolte Analyse auf Teilnehmerebene von vier randomisierten, placebokontrollierten Studien (SELECT, FLOW, STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM) durch, um die Auswirkungen von einmal wöchentlichem subkutanem Semaglutid (2,4 mg in SELECT, STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM; 1,0 mg in FLOW) auf Herzinsuffizienzereignisse zu untersuchen. Die Studien STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM schlossen Teilnehmer mit adipositasbedingter HFpEF ein, die SELECT-Studie schloss Teilnehmer mit atherosklerotischer kardiovaskulärer Erkrankung und Übergewicht oder Adipositas ein, und die FLOW-Studie schloss Teilnehmer mit Typ-2-Diabetes und chronischer Nierenerkrankung ein. Für diese Analyse schließen wir daher alle Teilnehmer aus den STEP-HFpEF-Studien sowie jene mit einer vom Prüfarzt berichteten HFpEF-Vorgeschichte aus SELECT und FLOW ein. Die Hauptendpunkte dieser Analyse waren der zusammengesetzte Endpunkt aus Zeit bis zum kardiovaskulären Tod oder ersten sich verschlechternden Herzinsuffizienzereignis (definiert als Hospitalisierung oder dringlicher Besuch wegen Herzinsuffizienz), Zeit bis zum ersten sich verschlechternden Herzinsuffizienzereignis, und Zeit bis zum kardiovaskulären Tod. Wirksamkeits- und Sicherheitsendpunkte wurden anhand des vollständigen Analysesatzes untersucht (d. h. aller nach dem Intention-to-treat-Prinzip randomisiert der Behandlung zugeteilten Teilnehmer). Die Studien SELECT, FLOW, STEP-HFpEF und STEP-HFpEF DM sind bei ClinicalTrials.gov unter NCT03574597, NCT03819153, NCT04788511 beziehungsweise NCT04916470 registriert und alle abgeschlossen.

Ergebnisse

Über die vier Studien hinweg hatten 3743 (16,8 %) von 22.282 Teilnehmern eine HFpEF-Vorgeschichte (1914 Semaglutid zugeteilt und 1829 Placebo zugeteilt). In dieser Gruppe von Teilnehmern mit HFpEF reduzierte Semaglutid das Risiko des kombinierten Endpunkts aus kardiovaskulärem Tod oder Herzinsuffizienzereignissen (103 [5,4 %] von 1914 in der Semaglutid-Gruppe hatten Ereignisse vs. 138 [7,5 %] von 1829 in der Placebo-Gruppe; Hazard Ratio [HR] 0,69 [95 %-KI 0,53-0,89]; p=0,0045). Semaglutid reduzierte auch das Risiko sich verschlechternder Herzinsuffizienzereignisse (54 [2,8 %] vs. 86 [4,7 %]; HR 0,59 [0,41-0,82]; p=0,0019). Es zeigte sich kein signifikanter Effekt auf den kardiovaskulären Tod allein (59 [3,1 %] vs. 67 [3,7 %]; HR 0,82 [0,57-1,16]; p=0,25). Ein geringerer Anteil der mit Semaglutid behandelten Patienten hatte schwerwiegende unerwünschte Ereignisse als die mit Placebo behandelten Patienten (572 [29,9 %] vs. 708 [38,7 %]).

Schlussfolgerungen

Bei Patienten mit HFpEF reduzierte Semaglutid das Risiko des kombinierten Endpunkts aus kardiovaskulärem Tod oder sich verschlechternden Herzinsuffizienzereignissen sowie der sich verschlechternden Herzinsuffizienzereignisse allein, während sein Effekt auf den kardiovaskulären Tod allein nicht signifikant war. Diese Daten unterstützen den Einsatz von Semaglutid als wirksame Therapie zur Reduktion des Risikos klinischer Herzinsuffizienzereignisse bei Patienten mit HFpEF, für die derzeit nur wenige Behandlungsoptionen verfügbar sind.