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1 Okt. 2025

Linderung der pulmonalen Stauung durch Zugabe von Dapagliflozin zu intravenösem Schleifendiuretikum bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz.

Daniela Mocan, Maria Puschita, Diana Lungeanu et al. - ESC heart failure

Diese Studie zeigte, dass die Zugabe von Dapagliflozin zu intravenösen Schleifendiuretika bei akuter Herzinsuffizienz die Linderung der pulmonalen Stauung beschleunigt, was den frühen Beginn eines SGLT2-Inhibitors als adjuvante Dekongestionsstrategie unterstützt.

Zielsetzung

Ziel war es, die Wirksamkeit der Stauungslinderung und die Sicherheit im Zusammenhang mit der Zugabe eines SGLT2i (nämlich Dapagliflozin 10 mg) zu intravenösen Schleifendiuretika innerhalb von 24 Stunden nach Krankenhausaufnahme bei Patienten mit akuter Herzinsuffizienz (AHF) zu bewerten.

Methoden

Eine einzentrische, offene klinische Forschungsstudie schloss 98 Patienten ein, die mit einer AHF-Episode aufgenommen wurden und in zwei Gruppen randomisiert wurden: (a) Erhalt eines SGLT2i einmal täglich zusätzlich zu einer strukturierten intravenösen Furosemid-Therapie; (b) Erhalt ausschließlich einer strukturierten intravenösen Furosemid-Therapie. Die Stauungslinderung im Krankenhaus wurde anhand der Körpergewichtsveränderung, des EVEREST-Scores, der B-Linien im Lungenultraschall, der Ultraschallmessung der Vena cava inferior, von NT-proBNP und CD146 bewertet. Die Sicherheit wurde anhand von Veränderungen der Nierenfunktion und von Elektrolytanomalien im Serum bewertet. Sekundäre Endpunkte umfassten Diurese und Natriurese, Indizes der Krankenhausversorgung und echokardiografische Veränderungen der Herzfunktion nach 1 Monat. Eine ANCOVA-Analyse wurde durchgeführt, um Ungleichgewichte zwischen den beiden Gruppen hinsichtlich des Status der chronischen Nierenerkrankung und der Ausgangswerte auszugleichen. Die Analyse folgte einem Intention-to-treat-Ansatz. Das mittlere Alter ± Standardabweichung betrug in der SGLT2i- bzw. Kontrollgruppe 63,63 ± 10,95 Jahre bzw. 65,31 ± 10,82 Jahre, mit 40/49 bzw. 42/49 Männern. Im Krankenhaus trat kein Todesfall auf; 1/49 bzw. 2/49 Todesfälle innerhalb von 30 Tagen wurden verzeichnet. Die adjustierte mittlere Veränderung ± Standardfehler (SE) des Körpergewichts betrug -4,90 ± 0,93 kg gegenüber -4,28 ± 0,81 kg in der SGLT2i- bzw. Kontrollgruppe. Die adjustierte mittlere Veränderung ± SE der B-Linien bei Entlassung und nach 1 Monat betrug -19,93 ± 0,87 gegenüber -18,64 ± 0,79 (p = 0,227) bzw. -19,65 ± 1,54 gegenüber -14,82 ± 1,43 (p = 0,012). Der Anteil an Verschlechterung der Nierenfunktion betrug 15/49 bzw. 6/47 (p = 0,048) in den jeweiligen Behandlungsgruppen (SGLT2i und Kontrolle). Der adjustierte Mittelwert ± SE der 24-Stunden-Urin-Na-Ausscheidung betrug 248,03 ± 23,69 mmol/Tag gegenüber 173,83 ± 20,76 mmol/Tag (p = 0,009). Die Veränderungen der Ultraschallparameter nach 1 Monat waren in der SGLT2i-Gruppe signifikant verbessert, mit Median-(Interquartilbereich-)Werten der linksventrikulären Ejektionsfraktion und des enddiastolischen Volumens von 5 % (0,35 % bis 11,5 %) gegenüber 0 (-1 % bis +5 %) bzw. -6,5 ml (-27,5 bis +3) gegenüber 4 ml (-11,5 bis +10).

Schlussfolgerungen

Die frühe Einleitung einer SGLT2i-Gabe zusätzlich zu intravenösen Schleifendiuretika bei Patienten mit AHF würde die Stauungslinderung optimieren und die klinischen Ergebnisse verbessern.