Diese Studie zeigte, dass die ALDH2-rs671-Variante, die bei 30-50 % der Ostasiaten vorkommt, die Thrombozytenaktivierung und die arterielle Thrombose verstärkt, was das erhöhte MI-Risiko bei Trägern dieses häufigen genetischen Polymorphismus erklärt.
HINTERGRUND: Der durch Thrombose verursachte akute Myokardinfarkt ist eine bedeutende Todesursache. Ein Polymorphismus der Aldehyddehydrogenase 2 (ALDH2) rs671 findet sich bei etwa 30 bis 50 % der Ostasiaten und ist ein Risikofaktor für den akuten Myokardinfarkt. Diese Mutation beeinträchtigt die ALDH2-Funktion, doch die Wirkung von ALDH2 auf die Thrombozytenaktivierung und Thrombose ist unbekannt.
METHODEN: Thrombozyten wurden aus thrombozytenspezifischen Aldh2−/−-Mäusen und ALDH2-E506K-Knock-in-Mäusen (die der humanen Aldh2-rs671-Genmutation entsprechen) sowie von gesunden menschlichen Spendern mit Aldh2 rs671 isoliert. Die arterielle Thrombose wurde in einem durch Eisen(III)-chlorid (FeCl3) induzierten Thrombosemodell an Mäusen gemessen. Die Wirksamkeit von Alda-1, einem ALDH2-Aktivator, bei der Abschwächung der Thrombogenese wurde bei ALDH2-E506K-Mäusen gemessen. In einem murinen Modell des Myokardinfarkts analysierten wir die Auswirkungen von thrombozytärem Aldh2 auf die Mikrothrombose und die Infarktexpansion nach Myokardinfarkt. Zusätzlich schlossen wir 118 Patienten mit unterschiedlichen Aldh2-rs671-Genotypen ein (G