Diese wissenschaftliche Stellungnahme der AHA beschrieb Kriterien zur Bewertung des prädiktiven und klinischen Nutzens neuer kardiovaskulärer Risikomodelle, Biomarker und Instrumente und lieferte einen methodischen Rahmen zur Evaluierung neuer Risikobewertungstechnologien.
Die Risikovorhersage wird seit über 3 Jahrzehnten in der Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen eingesetzt. Die zeitgenössische kardiovaskuläre Risikobewertung stützt sich auf multivariable Modelle, die etablierte kardiovaskuläre Risikofaktoren integrieren und sich im Laufe der Zeit vom Framingham-Risikomodell über die Pooled Cohort Equations bis zu den PREVENT-Gleichungen (Predicting Risk of CVD Events) weiterentwickelt haben. Jüngste wissenschaftliche (d. h. Genomik, Proteomik, Metabolomik) und methodische (d. h. künstliche Intelligenz) Fortschritte haben zu einer Vermehrung neuer Modelle, Biomarker und Instrumente für den potenziellen Einsatz in der Risikovorhersage geführt. Parallel dazu unterstreicht das wachsende Armamentarium präventiver Therapien, von denen einige mit erheblichen Kosten verbunden sind, die Notwendigkeit einer genaueren und präziseren Risikobewertung, um jene mit dem höchsten Risiko zu priorisieren, die den größten absoluten Nutzen erzielen werden. Begleitend zu der beträchtlichen Begeisterung für das Potenzial neuerer Ansätze zur Verbesserung der Risikovorhersage besteht die Notwendigkeit einer strengen Evaluierung und assessm