Zerebrale Amyloidangiopathie (CAA) — Ablagerung von Beta-Amyloid in den kleinen Gefäßen des Gehirns — ist eine häufige Ursache für hämorrhagische Schlaganfälle und trägt zu kognitiven Einbußen sowie zu Komplikationen der Anti-Amyloid-Immuntherapie bei. Die Diagnose stützt sich in der Regel auf eine MRT, die multiple (Mikro-)Blutungen oder Blutprodukte in der Rinde und am weichen Hirnhautbereich zeigt. Für die kardiovaskuläre Praxis ist das entscheidende Problem das hohe Rezidivrisiko: Bei Patienten mit Indikation für eine antithrombotische Therapie erfordert die CAA eine sorgfältige, individuell abgestimmte Abwägung des Blutungsrisikos gegenüber dem thrombotischen Risiko. Die Forschung konzentriert sich auf die Risikovorhersage, frühe Marker und krankheitsmodifizierende Therapien.
Die zerebrale Amyloidangiopathie ist eine häufige Ursache für hämorrhagische Schlaganfälle, ein bedeutender Faktor für altersbedingte kognitive Beeinträchtigungen und ein wichtiger Bestandteil ungünstiger Reaktionen auf die Immuntherapie mit Beta-Amyloid (Aβ). Definiert durch die pathologische Ablagerung von Aβ in den kleinen Blutgefäßen des Gehirns, wird die zerebrale Amyloidangiopathie am häufigsten auf der Grundlage von Magnetresonanztomographie-Untersuchungen diagnostiziert, die multiple Blutungen oder blutige Produkte in der Leptomeningealregion innerhalb oder über der Hirnrinde zeigen. Die Erkrankung manifestiert sich typischerweise als hämorrhagischer Schlaganfall oder als beitragender Faktor für den kognitiven Abbau und seltener mit transiente fokale neurologische Symptome oder einem zerebralen entzündlichen Autoimmun-Syndrom. Das hohe Risiko für rezidivierende hämorrhagische Schlaganfälle im Zusammenhang mit der zerebralen Amyloidangiopathie stellt insbesondere bei Patienten mit Indikation für eine antithrombotische Therapie eine besondere Herausforderung dar und erfordert eine sorgfältige, individuell abgestimmte Nutzen-Risiko-Abwägung. Die laufenden Forschungsarbeiten konzentrieren sich auf Instrumente zur Unterstützung der Risikovorhersage, frühe diagnostische Marker und die Identifizierung Schlüsselmechanismen der Pathogenese als Ansatzpunkte für krankheitsmodifizierende Therapien.