Das kürzlich eingeführte kardiovaskulär-nieren-metabolische (CKM)-Syndrom erfasst die enge Wechselwirkung zwischen metabolischen Risikofaktoren, chronischer Nierenerkrankung und kardiovaskulärer Erkrankung, unterschätzt jedoch die Rolle der Leber. Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD) – die weltweit häufigste chronische Lebererkrankung – ist stark mit kardiovaskulären Ereignissen, dem Fortschreiten der Nierenerkrankung und der Mortalität verbunden, wird in der Praxis jedoch häufig übersehen. Diese multidisziplinäre Konsenserklärung schlägt das Konzept eines kardiovaskulär-nieren-leber-metabolischen Syndroms (CKLMS) vor und bietet einen praxisnahen, primärversorgungsorientierten Rahmen. Mithilfe zugänglicher, validierter Instrumente – Blutdruckmessung und Lipidprofilierung, Beurteilung der Nierenfunktion und Albuminurie sowie nicht-invasive Tests auf Leberfibrose und Screening auf Diabetes und Adipositas – werden kardiovaskuläre, renale, hepatische und metabolische Risiken gemeinsam stratifiziert. Es wird eine frühzeitige Lebensstilintervention, Medikamente mit multiorganalem Nutzen und klare Überweisungspfade betont und die Hausärztin oder der Hausarzt als Koordinatorin oder Koordinator einer langfristigen, patientenzentrierten Versorgung positioniert.
Das kürzlich eingeführte kardiovaskulär-nieren-metabolische (CKM)-Syndrom erfasst die enge Wechselwirkung zwischen metabolischen Risikofaktoren, chronischer Nierenerkrankung und kardiovaskulärer Erkrankung, spiegelt jedoch die wichtige zusätzliche Rolle der Leber unzureichend wider. Die metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung (MASLD), die weltweit häufigste chronische Lebererkrankung, ist stark mit kardiovaskulären Ereignissen, dem Fortschreiten von Nierenerkrankungen und der Sterblichkeit durch alle Ursachen assoziiert, bleibt in der routinemäßigen klinischen Praxis jedoch häufig unerkannt. Wir schlagen das Konzept eines kardiovaskulär-nieren-leber-metabolischen Syndroms (CKLMS) vor und präsentieren einen multidisziplinären, auf die hausärztliche Versorgung zentrierten Rahmen für dessen Beurteilung und Management. Basierend auf Expertenkonsens und aktuellen Evidenzen integriert der Rahmen die Risikostratifikation in den Bereichen Kardiologie, Nephrologie, Hepatologie und Metabolismus unter Verwendung zugänglicher, validierter Instrumente, die in der hausärztlichen Versorgung praktikabel sind, einschließlich Blutdruck- und Lipidprofiling, Beurteilung der Nierenfunktion und Albuminurie, nicht-invasiver Tests auf Leberfibrose sowie systematisches Screening auf Diabetes und Adipositas. Das Management betont frühzeitige Lebensstilinterventionen, den Einsatz pharmakologischer Therapien mit multiorganalem Nutzen und klar definierte Überweisungspfade zur spezialärztlichen Versorgung. Fachkräfte der hausärztlichen Versorgung werden als Koordinatoren einer langfristigen, patientenzentrierten und multidisziplinären Betreuung positioniert. Die frühzeitige, integrierte Identifizierung und Behandlung des CKLMS in der hausärztlichen Versorgung stellt eine pragmatische und effektive Strategie dar, um das Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern, kardiovaskuläre und nephrologische Ereignisse zu reduzieren und die langfristigen Ergebnisse zu verbessern.