Diese Analyse der Gesamtzahl ischämischer Ereignisse (nicht nur der Erstereignisse) aus REDUCE-IT zeigte, dass Icosapent-Ethyl rezidivierende kardiovaskuläre Ereignisse um 30 % reduzierte, mit einer erheblichen absoluten Risikoreduktion. Die Analyse der Gesamtereignisse zeigte einen noch größeren Nutzen als der primäre Erstereignis-Endpunkt.
In Zeit-bis-zum-ersten-Ereignis-Analysen reduzierte Icosapent-Ethyl signifikant das Risiko ischämischer Ereignisse, einschließlich des kardiovaskulären Todes, bei Patienten mit erhöhten Triglyzeriden unter Statintherapie. Diese Patienten haben ein Risiko nicht nur für Erst-, sondern auch für nachfolgende ischämische Ereignisse.
Vorab festgelegte Analysen bestimmten das Ausmaß, in dem Icosapent-Ethyl die Gesamtzahl ischämischer Ereignisse reduzierte.
REDUCE-IT (Reduction of Cardiovascular Events with Icosapent Ethyl-Intervention Trial) randomisierte 8.179 statinbehandelte Patienten mit Triglyzeriden ≥135 und <500 mg/dl (Median zu Studienbeginn 216 mg/dl) und LDL-Cholesterin >40 und ≤100 mg/dl (Median zu Studienbeginn 75 mg/dl) sowie einer Anamnese von Atherosklerose (71 % der Patienten) oder Diabetes (29 % der Patienten) zu Icosapent-Ethyl 4 g/Tag oder Placebo. Die Hauptendpunkte waren die Gesamtzahl (erste und nachfolgende) der Ereignisse des primären zusammengesetzten Endpunkts (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt, nicht tödlicher Schlaganfall, koronare Revaskularisation oder Hospitalisierung wegen instabiler Angina pectoris) und die Gesamtzahl der Ereignisse des wichtigsten sekundären zusammengesetzten Endpunkts (kardiovaskulärer Tod, nicht tödlicher Myokardinfarkt oder nicht tödlicher Schlaganfall). Als vorab festgelegte statistische Methode bestimmten wir die Unterschiede bei den Gesamtereignissen mittels negativer Binomialregression. Wir bestimmten die Unterschiede bei den Gesamtereignissen zudem mit anderen statistischen Modellen, darunter Andersen-Gill, Wei-Lin-Weissfeld (Modifikation nach Li und Lagakos), beide vorab festgelegt, sowie eine post hoc durchgeführte gemeinsame Frailty-Analyse.
Bei 8.179 Patienten, die im Median 4,9 Jahre nachbeobachtet wurden, traten 1.606 (55,2 %) erste Ereignisse des primären Endpunkts und 1.303 (44,8 %) nachfolgende Ereignisse des primären Endpunkts auf (darunter 762 zweite Ereignisse und 541 dritte oder weitere Ereignisse). Insgesamt reduzierte Icosapent-Ethyl die Gesamtzahl der Ereignisse des primären Endpunkts (61 vs. 89 pro 1.000 Patientenjahre für Icosapent-Ethyl bzw. Placebo; Ratenverhältnis 0,70; 95 %-Konfidenzintervall 0,62 bis 0,78; p < 0,0001). Icosapent-Ethyl reduzierte zudem die Gesamtzahlen jeder Komponente des primären zusammengesetzten Endpunkts sowie die Gesamtzahl der Ereignisse des wichtigsten sekundären Endpunkts (32 vs. 44 pro 1.000 Patientenjahre für Icosapent-Ethyl bzw. Placebo; Ratenverhältnis 0,72; 95 %-Konfidenzintervall 0,63 bis 0,82; p < 0,0001).
Bei statinbehandelten Patienten mit erhöhten Triglyzeriden und kardiovaskulärer Erkrankung oder Diabetes zeigen mehrere statistische Modelle, dass Icosapent-Ethyl die Belastung durch Erst-, nachfolgende und Gesamtereignisse ischämischer Art erheblich reduziert. (Reduction of Cardiovascular Events With Icosapent Ethyl-Intervention Trial [REDUCE-IT]; NCT01492361).