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25 Juni 2024

Rasse und der Nutzen der RAS-Blockade bei Herzinsuffizienz erneut betrachtet

Eine Metaanalyse randomisierter klinischer Studien.

Li Shen, Matthew M Y Lee, Pardeep S Jhund et al. - JAMA

Diese in JAMA veröffentlichte Metaanalyse zeigte, dass die RAAS-Blockade bei Schwarzen und Nicht-Schwarzen Patienten mit HFrEF einen gleichwertigen Mortalitätsnutzen bietet, was die lange gehegte Annahme widerlegt, dass RAAS-Inhibitoren bei Schwarzen Patienten weniger wirksam seien. Der Befund unterstützt eine gerechte Herzinsuffizienzbehandlung unabhängig von der Rasse.

Ziele

Zu bestimmen, ob sich die Auswirkungen von RAS-Blockern auf kardiovaskuläre Endpunkte zwischen Schwarzen und Nicht-Schwarzen Patienten mit HFrEF unterscheiden. DATENQUELLEN: MEDLINE- und Embase-Datenbanken bis zum 31. Dezember 2023. STUDIENAUSWAHL: Randomisierte Studien, die die Wirkung von RAS-Blockern auf kardiovaskuläre Endpunkte bei Erwachsenen mit HFrEF untersuchten und Schwarze und Nicht-Schwarze Patienten einschlossen. DATENEXTRAKTION UND -SYNTHESE: Individuelle Teilnehmerdaten wurden gemäß den PRISMA-IPD-Berichtsrichtlinien (Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-analyses Independent Personal Data) extrahiert. Die Effekte wurden mittels eines Mixed-Effects-Modells unter Verwendung eines einstufigen Ansatzes geschätzt. HAUPTZIELGRÖSSE UND MESSGRÖSSE: Der primäre Endpunkt war die erste Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz oder kardiovaskulärer Tod.

Ergebnisse

Die primäre Analyse, basierend auf den 3 placebokontrollierten RAS-Inhibitor-Monotherapie-Studien, umfasste 8825 Patienten (9,9 % Schwarz). Die Raten von Tod und Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz waren bei Schwarzen deutlich höher als bei Nicht-Schwarzen Patienten. Die Hazard Ratio (HR) für die RAS-Blockade versus Placebo für den primären zusammengesetzten Endpunkt betrug 0,84 (95 %-KI, 0,69-1,03) bei Schwarzen Patienten und 0,73 (95 %-KI, 0,67-0,79) bei Nicht-Schwarzen Patienten (p für Interaktion = 0,14). Die HR für die erste Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz betrug 0,89 (95 %-KI, 0,70-1,13) bei Schwarzen Patienten und 0,62 (95 %-KI, 0,56-0,69) bei Nicht-Schwarzen Patienten (p für Interaktion = 0,006). Umgekehrt betrugen die entsprechenden HR für kardiovaskulären Tod 0,83 (95 %-KI, 0,65-1,07) beziehungsweise 0,84 (95 %-KI, 0,77-0,93) (p für Interaktion = 0,99). Für die Gesamtzahl der Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz und kardiovaskulärer Todesfälle betrugen die entsprechenden Ratenverhältnisse 0,82 (95 %-KI, 0,66-1,02) beziehungsweise 0,72 (95 %-KI, 0,66-0,80) (p für Interaktion = 0,27). Die unterstützenden Analysen einschließlich der 2 Studien, die einen Angiotensin-Rezeptorblocker zur Basistherapie mit ACE-Hemmern hinzufügten (n=16.383), ergaben konsistente Befunde.

Schlussfolgerungen

Der Mortalitätsnutzen der RAS-Blockade war bei Schwarzen und Nicht-Schwarzen Patienten ähnlich. Trotz der geringeren relativen Risikoreduktion bei der Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz durch RAS-Blockade bei Schwarzen Patienten war der absolute Nutzen bei Schwarzen Patienten mit dem bei Nicht-Schwarzen Patienten vergleichbar, aufgrund der höheren Inzidenz dieses Endpunkts bei Schwarzen Patienten.