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1 Apr. 2025

Wirksamkeit und Sicherheit von Aldosteronsynthase-Inhibitoren bei Hypertonie

Eine Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien und systematische Übersichtsarbeit.

Luigi Marzano, Matteo Merlo, Nicola Martinelli et al. - Hypertension (Dallas, Tex. : 1979)

Diese Metaanalyse aller randomisierten Studien mit Aldosteronsynthase-Inhibitoren (Baxdrostat, Lorundrostat) bestätigte eine signifikante Blutdrucksenkung bei Patienten mit Hypertonie. Die gepoolte Evidenz etablierte die Aldosteronsynthase-Hemmung als neue Arzneimittelklasse mit günstigem Wirksamkeits- und Sicherheitsprofil.

Hintergrund

Hypertonie ist ein bedeutendes globales Gesundheitsproblem. Aldosteronsynthase-Inhibitoren (ASIs) haben sich als vielversprechende therapeutische Strategie für die Blutdruckkontrolle herauskristallisiert.

Methoden

Eine gründliche Durchsuchung der Datenbanken MEDLINE und Embase bis zum 30. März 2024 identifizierte randomisierte Studien, die ASIs mit Placebo zur Behandlung der Hypertonie verglichen. Die Datenextraktion erfolgte unabhängig durch 2 Autoren. Sowohl Random-Effects- (Restricted Maximum Likelihood) als auch Fixed-Effects-Metaanalysen wurden durchgeführt, um Diversität beziehungsweise Studiengröße zu berücksichtigen. Es wurden Risk Ratios für binäre Endpunkte und mittlere Differenzen für kontinuierliche Endpunkte berechnet.

Ergebnisse

Sieben randomisierte kontrollierte Studien mit 1440 Patienten (mittleres Alter 60 Jahre; 39 % Frauen) wurden eingeschlossen. Die Analyse zeigte, dass ASIs den systolischen Praxisblutdruck um 6,3 mm Hg senkten ([95 %-KI, -8,8 bis -3,8]; p<0,0001) und den diastolischen Blutdruck um 2,2 mm Hg ([95 %-KI, -4,2 bis -0,2]; p=0,03). Das Risk Ratio für unerwünschte Ereignisse betrug 1,1 ([95 %-KI, 0,9-1,2]; p=0,3), mit einem ähnlichen Trend für schwerwiegende unerwünschte Ereignisse (Risk Ratio 1,0 [95 %-KI, 0,5-2,3]; p=0,95). Es traten keine behandlungsbedingten Todesfälle auf. Das Risiko einer Hyperkaliämie war jedoch unter ASIs höher (Risk Ratio 2,5 [95 %-KI, 1,2-5,4]; p<0,02).

Schlussfolgerungen

ASIs senken wirksam den systolischen und diastolischen Blutdruck bei hypertensiven Patienten und weisen ein vertretbares Sicherheitsprofil auf. Das erhöhte Hyperkaliämierisiko erfordert eine sorgfältige Überwachung. Diese Ergebnisse legen nahe, dass ASIs eine potenzielle Behandlungsoption für Hypertonie darstellen, vorbehaltlich weiterer Forschung in größeren Studien.