Diese PARAGON-HF-Analyse zeigte, dass zentrale Adipositas bei HFpEF unabhängig von der BMI-Kategorie nahezu universell ist, was das Konzept unterstreicht, dass nicht nur das Körpergewicht, sondern viszerales Fett zentral für den Adipositas-HFpEF-Phänotyp ist.
Die PARAGON-HF-Studie teilte randomisiert 4796 Patienten mit Herzinsuffizienz (HI) und einer Ejektionsfraktion ≥45 % zu Valsartan oder Sacubitril/Valsartan zu. Die vorliegende Arbeit charakterisiert den Zusammenhang von BMI und WHtR mit klinischen Merkmalen, Endpunkten und dem Ansprechen auf die Neprilysin-Hemmung.
Etwa die Hälfte (49 %) der Teilnehmer galt anhand des BMI als adipös (≥30 kg/m2), doch nahezu jeder Patient (96 %) wies eine zentrale Adipositas auf (WHtR ≥0,5). Unter den nicht adipösen Patienten (BMI <30 kg/m2) hatten 860 (37 %) eine ausgeprägte zentrale Adipositas (WHtR ≥0,6). Sowohl höherer BMI als auch höherer WHtR waren mit einem höheren Risiko für Gesamt-Hospitalisierungen wegen Herzinsuffizienz assoziiert, doch im Vergleich zum BMI war der WHtR linear mit Herzinsuffizienz-Endpunkten assoziiert und identifizierte einen höheren Anteil an Patienten mit besonders erhöhtem Risiko (d. h. 30 % oder höher). Ein Adipositas-Überlebensparadoxon (d. h. bessere Endpunkte bei Personen mit größerer Adipositas) zeigte sich beim BMI in unadjustierten Analysen, wurde jedoch beim WHtR nicht beobachtet. Obwohl die Neprilysin-Hemmung bei Patienten mit höherem BMI und WHtR größere Effekte auf Herzinsuffizienz-Endpunkte zu haben schien, zeigten Interaktionsanalysen mit Adipositas-Metriken keine signifikante Heterogenität über das gesamte Spektrum der Adipositas-Werte hinweg.
In PARAGON-HF wies, im Gegensatz zum BMI, nahezu jeder Patient mit HFpEF eine zentrale Adipositas auf (bewertet anhand des WHtR), und die Risiken unerwünschter Herzinsuffizienz-Ereignisse waren robuster mit dem WHtR assoziiert. Diese Daten stellen die derzeitige Verlässlichkeit auf den BMI als geeignete Adipositas-Metrik infrage und legen nahe, dass zentrale Adipositas – anstatt dass adipositasbedingte HFpEF als eine ausgewählte HFpEF-Untergruppe betrachtet wird – ein allgegenwärtiges Merkmal der HFpEF ist.