Diese Metaanalyse individueller Patientendaten untersuchte den LAA-Verschluss bei Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz und AF und zeigte die Machbarkeit sowie potenzielle Wirksamkeit in dieser Hochrisikopopulation mit begrenzten Optionen zur Antikoagulation.
Patienten mit terminaler Niereninsuffizienz (ESRD) und Vorhofflimmern stellen aufgrund ihres erhöhten Risikos für sowohl Thromboembolien als auch Blutungen eine Herausforderung für die thromboembolische Prävention dar. Antikoagulanzien bergen in dieser Population ein höheres Blutungsrisiko, ohne dass ein klarer thromboembolischer Nutzen nachgewiesen ist. Ziel dieser Studie ist es, die Rolle des Verschlusses des linken Vorhofohrs (LAAO) als präventive Strategie bei Patienten mit ESRD zu definieren.
Es wurde eine systematische Literaturrecherche durchgeführt, um Studien zu identifizieren, die Ergebnisse bei Patienten mit ESRD berichteten, die sich einer LAAO unterzogen. Es wurden Metaanalysen aggregierter und individueller Patientendaten durchgeführt, um akute und langfristige Ergebnisse zu bewerten und mit denen von Patienten ohne ESRD zu vergleichen. Siebzehn Studien mit Daten von 24.127 Patienten, darunter 1047 mit ESRD, wurden eingeschlossen. Prozedurale Komplikationen waren bei Patienten mit ESRD häufiger (RR 2,23; p = 0,02), mit einer gepoolten Rate von 4 % (95 %-KI 1-9 %). Es gab keinen signifikanten Unterschied in den Raten thromboembolischer Ereignisse während der Nachbeobachtung zwischen den Gruppen (IRR 1,44; p = 0,16), aber die Inzidenz schwerer Blutungen war bei Patienten mit ESRD höher (IRR 1,84; p < 0,01). Individuelle Patientendaten aus sieben Studien mit 4745 Patienten (268 mit ESRD) wurden erhoben und analysiert. Ebenso gab es keinen signifikanten Zusammenhang zwischen ESRD und der Inzidenz von Schlaganfall/TIA (HR 1,22; 95 %-KI 0,66-2,26), aber schwere Blutungen waren bei Patienten mit ESRD häufiger (HR 1,65; 95 %-KI 1,01-2,69).
LAAO stellt eine machbare Option zur thromboembolischen Prävention bei Patienten mit ESRD dar, obwohl diese Patienten ein erhöhtes Risiko für Komplikationen und Blutungen haben.