Diese Studie identifizierte CXCR6+-T-Zellen als zentrale Treiber der mit Immun-Checkpoint-Inhibitoren assoziierten Myokarditis, insbesondere bei einer Kombinationstherapie mit ICIs einschließlich Anti-LAG-3-Wirkstoffen. Die mechanistischen Erkenntnisse könnten künftige Präventions- und Behandlungsstrategien für diese schwerwiegende Komplikation leiten.
HINTERGRUND: Myokarditis ist eine schwerwiegende Komplikation von Immun-Checkpoint-Inhibitoren (ICIs). Der wichtigste Risikofaktor für eine ICI-Myokarditis ist die Anwendung einer Kombinationstherapie mit ICIs, insbesondere wenn Relatlimab, ein neuartiger Anti-LAG-3(Lymphocyte-Activation Gene 3)-Antikörper, mit einer Anti-PD-1(Programmed Cell Death Protein 1)-Therapie kombiniert wird. Obwohl pathogene T-Zellen für die ICI-Myokarditis erforderlich sind, sind die spezifische Signalgebung und die T-Zell-Populationen, die die kardiale Infiltration antreiben, noch nicht vollständig geklärt, insbesondere im Rahmen einer Anti-LAG-3/PD-1-Behandlung. METHODEN: Wir verwendeten VigiBase, eine internationale Pharmakovigilanz-Datenbank, um das Risiko einer Myokarditis unter Anti-LAG-3 im Vergleich zu anderen ICI-Behandlungsschemata zu bewerten. Wir identifizierten ein Mausmodell der LAG-3/PD-1-assoziierten ICI-Myokarditis durch genetische Deletion der Immun-Checkpoints LAG-3 und PD-1 (Lag3-/-, Pdcd1-/--Mäuse) und führten eine gründliche kardiale Phänotypisierung mittels Histologie, Durchflusszytometrie, Elektrokardiographie, Einzelzell-RNA-Sequenzierung u