Diese Metaanalyse individueller Patientendaten charakterisierte die Inzidenz, Risikofaktoren und Ergebnisse systemischer embolischer Ereignisse bei Vorhofflimmern und zeigte, dass DOACs im Vergleich zu Warfarin sowohl Schlaganfall als auch nichtzerebrale Embolien wirksam verhindern.
HINTERGRUND: Systemische embolische Ereignisse (SEEs) sind eine schwerwiegende, aber unterschätzte Komplikation des Vorhofflimmerns. Obwohl orale Antikoagulanzien, die keine Vitamin-K-Antagonisten sind (NOACs), einen ischämischen Schlaganfall (IS) verhindern, sind ihre Wirksamkeit bei SEE und die klinischen Merkmale von Patienten mit SEE nach wie vor unzureichend verstanden. METHODEN: Wir analysierten individuelle Patientendaten aus 4 zentralen randomisierten Studien, die zwischen 2005 und 2010 Patienten einschlossen und NOACs mit Warfarin bei Vorhofflimmern verglichen. Wir charakterisierten die Inzidenz, klinischen Merkmale, das Management und die Ergebnisse klinisch manifester SEE und verglichen die Ergebnisse dieser Patienten mit Patienten, die einen IS erlitten hatten. ERGEBNISSE: Von 71.683 Patienten erlitten 188 ein SEE (26 mit gleichzeitigem IS), was einer annualisierten Ereignisrate von 0,13 % pro Patientenjahr entspricht, verglichen mit 1,25 % pro Patientenjahr für IS (n=1797). Bei 171 Patienten mit SEE als Erstereignis betrug das mediane Alter 75 Jahre (Interquartilsbereich 68-80), 49,7 % waren weiblich