Der 10-Jahres-Follow-up der HOST-EXAM-Studie vergleicht Clopidogrel versus Aspirin-Monotherapie bei Patienten nach perkutaner koronarer Intervention (PCI). Die Ergebnisse zeigen anhaltende Reduktionen bei zusammengesetzten ischämischen und blutungsbezogenen Endpunkten unter Clopidogrel, ohne Unterschied in der Mortalität zwischen den beiden Wirkstoffen. Diese Langzeitdaten hinterfragen die historische Primatstellung von Aspirin in der chronischen sekundären Prävention nach PCI. Kliniker sollten Clopidogrel als bevorzugte Monotherapie-Option für das langfristige Management nach PCI in Betracht ziehen.
Die 10-Jahres-Nachbeobachtung der HOST-EXAM-Studie von Jeehoon Kang und Kollegen1 liefert den längsten randomisierten Vergleich der Clopidogrel- und Aspirin-Monotherapie nach perkutaner koronarer Intervention und zeigt anhaltende Reduktionen bei zusammengesetzten ischämischen und blutungsbezogenen Endpunkten unter Clopidogrel, ohne dass sich ein Signal für die Mortalität abzeichnet. Diese Ergebnisse erweitern frühere Beobachtungen aus Studien wie HOST-EXAM,2 SMART-CHOICE 3,3 und STOPDAPT-2,4 sowie individualpatientenbezogene Metaanalysen5 und stellen insgesamt die langjährige Vorherrschaft von Aspirin in der chronischen sekundären Prävention in Frage.