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Literatur ·

Finerenon in Mailand

Die INFINITY-Pooled-Analyse von 14.574 Patienten zeigt 24 Prozent weniger Nierenversagen und 20 Prozent weniger Herzinsuffizienz oder kardiovaskulären Tod, und gemäß den EASD-Subanalysen unabhängig von HbA1c und BMI

Finerenon auf der EASD 2026 in Mailand: die INFINITY-Poolanalyse individueller Patientendaten zu FIDELIO-DKD, FIGARO-DKD und FIND-CKD (14.574 Teilnehmer mit chronischer Nierenerkrankung mit oder ohne Diabetes mellitus Typ 2, mediane Beobachtungszeit drei Jahre; veröffentlicht im Juni 2026 in The Lancet) reduzierte das Risiko für Nierenversagen oder einen anhaltenden Abfall der glomerulären Filtrationsrate (eGFR) um mindestens 57 Prozent (HR 0,76), das isolierte Risiko für Nierenversagen (HR 0,85), die Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz oder den kardiovaskulären Tod (HR 0,80) sowie das kombinierte Endpunkt-Ereignis (HR 0,77). Dabei zeigten sich keine neuen Hinweise auf Hyperkaliämie, und die Effekte waren bei Patienten mit und ohne Diabetes sowie in Kombination mit SGLT2-Hemmern konsistent. Die Mailänder Subgruppenpräsentationen nach HbA1c (LBA 92) und BMI (LBA 31, Rossing; UMCG-Mitautoren Heerspink und Smeijer) berichten von konsistenten Risikoreduktionen über alle HbA1c-Quartile hinweg und in einem BMI-Bereich von etwa 24 bis 42; detaillierte Subgruppenzahlen sind noch nicht veröffentlicht. Eine Analyse zur chronischen Nierenerkrankung bei Diabetes mellitus Typ 1 stützt sich auf die FINE-ONE-Studie. Die Kernaussage lautet, dass das Indikationsspektrum breit ist, nicht jedoch ein neuer Effekt vorliegt, was im Einklang mit der ADA/EASD-Empfehlung zur schichtweisen Anwendung von SGLT2-Hemmern, GLP-1-Rezeptoragonisten und Finerenon steht.

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