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Literatur ·

Praktische Prävention der Herzinsuffizienz in den Stadien A und B

Eine wissenschaftliche Erklärung der Japanischen Gesellschaft für Herzinsuffizienz.

Die Japanische Gesellschaft für Herzinsuffizienz veröffentlicht eine wissenschaftliche Stellungnahme, die praktische Präventionsstrategien für Herzinsuffizienz in den asymptomatischen Stadien A und B darlegt. Die Leitlinien betonen ein biomarker-gesteuertes Screening mit BNP/NT-proBNP, ein aggressives Management von kardiorenalen und metabolischen Risikofaktoren sowie strukturierte Überweisungspfade zwischen hausärztlicher Versorgung, Innere Medizin und Kardiologie. Die Umsetzung dieser koordinierten Präventionsmaßnahmen kann die Progression zur symptomatischen Herzinsuffizienz verzögern und eine frühere therapeutische Intervention ermöglichen, was sie zu einem wertvollen Rahmenwerk für multidisziplinäre Teams macht.

Zusammenfassung

Die Herzinsuffizienz (HI) stellt in Japan ein wachsendes Gesundheitsproblem dar, das mit einer erheblichen Morbidität, Mortalität, wiederkehrenden Hospitalisierungen, einer eingeschränkten Lebensqualität und steigenden Gesundheitskosten einhergeht. Daher ist die frühzeitige Prävention vor dem Auftreten von Anzeichen und Symptomen zu einer wichtigen Priorität in der kardiovaskulären Medizin geworden. Diese wissenschaftliche Stellungnahme der Japanese Heart Failure Society bietet praktische Präventionsstrategien für Patientinnen und Patienten mit HI-Stadium A und Stadium B in Japan. Besonderes Augenmerk wird auf ein biomarker-gesteuertes Screening unter Verwendung von Brain-Natriuretic-Peptide (BNP) und N-terminalem pro-BNP (NT-proBNP) gelegt, um die frühere Erkennung des Stadiums B (prä-HI) zu erleichtern und Patientinnen und Patienten mit einem erhöhten Risiko für das Fortschreiten zu einer symptomatischen HI zu identifizieren. Die Stellungnahme fasst die evidenzbasierte Behandlung der mit der Entstehung einer HI verbundenen wichtigsten kardiovaskulär-nieren-metabolischen Erkrankungen zusammen, darunter Hypertonie, Diabetes mellitus, chronische Nierenerkrankung, Adipositas, koronare Herzkrankheit, linksventrikuläre Dysfunktion, Klappenerkrankungen und Vorhofflimmern. Darüber hinaus werden krankheitsspezifische Ansätze zur Optimierung der Blutdruckeinstellung, der glykämischen Kontrolle, des Nierenschutzes, des Lipidmanagements und der Gewichtsreduktion behandelt. Zu den präventiven Strategien gehören die Lebensstilmodifikation, die pharmakologische Therapie, die wiederholte Beurteilung der Natriuretic-Peptid-Spiegel sowie der angemessene Einsatz der kardiovaskulären Bildgebung und die rechtzeitige Überweisung an Fachärztinnen und -ärzte. Da viele Patientinnen und Patienten mit einem Risiko für eine HI außerhalb spezialisierter kardiovaskulärer Zentren behandelt werden, sind praktische Wege für die Zusammenarbeit zwischen Kardiologinnen und Kardiologen sowie nicht-kardiologisch tätigen Ärztinnen und Ärzten unerlässlich. Daher wird die Bedeutung einer rechtzeitigen Überweisung, der gemeinsamen Risikoeinschätzung und der multidisziplinären Versorgung betont. Die Umsetzung klinisch anwendbarer Präventionsstrategien kann dazu beitragen, das Fortschreiten zu einer symptomatischen HI zu reduzieren, eine frühere therapeutische Intervention zu ermöglichen und die langfristigen kardiovaskulären Ergebnisse zu verbessern.

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