Die CAPLA-Studie zeigte, dass die zusätzliche Isolation der posterioren linksatrialen Wand zur Standard-Pulmonalvenenisolation die AF-Rezidivrate bei Patienten mit persistierendem Vorhofflimmern nicht signifikant senkte. Das Ergebnis sprach gegen eine routinemäßige Ablation der hinteren Wand als ergänzende Strategie.
Vergleich von PVI mit PWI vs. PVI allein bei Patienten mit persistierendem AF, die sich einer erstmaligen Katheterablation unterziehen. STUDIENDESIGN, SETTING, UND TEILNEHMER: Von Prüfärzten initiierte, multizentrische, randomisierte klinische Studie an 11 Zentren in 3 Ländern (Australien, Kanada, Vereinigtes Königreich). Symptomatische Patienten mit persistierendem AF wurden randomisiert (1:1) entweder PVI mit PWI oder PVI allein zugeteilt. Die Patienten wurden zwischen Juli 2018 und März 2021 eingeschlossen, mit einer bis März 2022 abgeschlossenen 1-Jahres-Nachbeobachtung.
Die Gruppe PVI mit PWI (n = 170) unterzog sich einer weiten antralen Pulmonalvenenisolation, gefolgt von einer Isolation der hinteren Wand mit linearer Ablation am Dach und Boden, um eine elektrische Isolation zu erreichen. Die Gruppe PVI allein (n = 168) unterzog sich ausschließlich der weiten antralen Pulmonalvenenisolation. HAUPTZIELGRÖSSEN UND MESSMETHODEN: Der primäre Endpunkt war das Freisein von jeglicher dokumentierter atrialer Arrhythmie von mehr als 30 Sekunden ohne antiarrhythmische Medikation nach 12 Monaten, nach einem einzigen Ablationsverfahren. Die 23 sekundären Endpunkte umfassten das Freisein von atrialer Arrhythmie mit/ohne antiarrhythmische Medikation nach mehreren Verfahren, das Freisein von symptomatischem AF mit/ohne antiarrhythmische Medikation nach mehreren Verfahren, die AF-Last zwischen den Studiengruppen nach 12 Monaten, prozedurale Endpunkte, und Komplikationen.
Von 338 randomisierten Patienten (medianes Alter 65,6 [IQR 13,1] Jahre; 76,9 % Männer) schlossen 330 (97,6 %) die Studie ab. Nach 12 Monaten waren 89 Patienten (52,4 %) in der Gruppe PVI mit PWI frei von rezidivierender atrialer Arrhythmie ohne antiarrhythmische Medikation nach einem einzigen Verfahren, verglichen mit 90 (53,6 %) in der Gruppe PVI allein (Unterschied zwischen den Gruppen -1,2 %; Hazard Ratio [HR] 0,99 [95 %-KI 0,73-1,36]; p = 0,98). Von den sekundären Endpunkten zeigten 9 keinen signifikanten Unterschied, darunter das Freisein von atrialer Arrhythmie mit/ohne antiarrhythmische Medikation nach mehreren Verfahren (58,2 % für PVI mit PWI vs. 60,1 % für PVI allein; HR 1,10 [95 %-KI 0,79-1,55]; p = 0,57), das Freisein von symptomatischem AF mit/ohne antiarrhythmische Medikation nach mehreren Verfahren (68,2 % vs. 72 %; HR 1,20 [95 %-KI 0,80-1,78]; p = 0,36), oder die AF-Last (0 % [IQR 0 %-2,3 %] vs. 0 % [IQR 0 %-2,8 %], p = 0,47). Die mittleren Prozedurzeiten (142 [SD 69] vs. 121 [SD 57] Minuten, p < 0,001) und Ablationszeiten (34 [SD 21] vs. 28 [SD 12] Minuten, p < 0,001) waren bei PVI allein signifikant kürzer. Es gab 6 Komplikationen bei PVI mit PWI und 4 bei PVI allein.
Bei Patienten, die sich einer erstmaligen Katheterablation wegen persistierendem AF unterzogen, verbesserte die Zugabe von PWI zu PVI allein das Freisein von atrialer Arrhythmie nach 12 Monaten im Vergleich zu PVI allein nicht signifikant. Diese Befunde unterstützen den empirischen Einschluss von PWI zur Ablation von persistierendem AF nicht.