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12 Feb. 2026

Prognostischer Nutzen der Stressperfusions-Kardio-Magnetresonanztomographie bei Patienten mit bekannter oder vermuteter koronarer Herzkrankheit und nicht eindeutigem Belastungstest

Tanvisut, N., Kaolawanich et al. - Open Heart

Der Belastungstest (EST) wird häufig zur Risikostratifizierung bei koronarer Herzkrankheit (CAD) eingesetzt, liefert jedoch bei bis zu 20 % nicht eindeutige Ergebnisse. Die Stressperfusions-CMR ist eine genaue Alternative, doch Daten nach nicht eindeutigem EST waren begrenzt. In dieser Studie (414 Patienten mit bekannter oder vermuteter CAD und nicht eindeutigem EST, überwiesen zur Stress-CMR, 2009-2022) wurden schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE) untersucht. Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 6,9 Jahren hatten 7,7 % ein MACE. Patienten mit induzierbarer Ischämie in der CMR hatten eine deutlich höhere jährliche MACE-Rate (2,8 vs. 0,8 pro 100 Patientenjahre). Induzierbare Ischämie war ein unabhängiger Prädiktor für MACE (HR 4,03), neben Vorhofflimmern und systolischem Ruheblutdruck. Die Stressperfusions-CMR liefert somit wertvolle prognostische Informationen und stratifiziert das Risiko bei Patienten mit nicht eindeutigem Belastungstest effektiv.

Zusammenfassung

Hintergrund

Obwohl der Belastungstest (EST) häufig zur Risikostratifizierung bei koronarer Herzkrankheit (CAD) eingesetzt wird, liefert er bei bis zu 20 % der Patienten nicht eindeutige Ergebnisse. Die Stressperfusions-Kardio-Magnetresonanztomographie (CMR) ist ein umfassendes und genaues Instrument zur Beurteilung der CAD, doch Daten zu ihrer Anwendung bei Patienten mit nicht eindeutigen EST-Ergebnissen sind begrenzt. Ziel dieser Studie war daher, den prognostischen Wert der Stressperfusions-CMR bei Patienten mit nicht eindeutigen EST-Ergebnissen zu bewerten.

Methoden

Es wurden konsekutive Patienten mit bekannter oder vermuteter CAD und nicht eindeutigen EST-Ergebnissen untersucht, die zwischen 2009 und 2022 zur Stressperfusions-CMR überwiesen wurden. Die Patienten wurden anhand des Vorliegens oder Fehlens einer induzierbaren myokardialen Ischämie, wie durch CMR bestimmt, in zwei Gruppen eingeteilt. Der primäre Endpunkt waren schwerwiegende unerwünschte kardiovaskuläre Ereignisse (MACE), definiert als ein kombinierter Endpunkt aus kardiovaskulärem Tod, akutem Koronarsyndrom, Hospitalisierung wegen Herzinsuffizienz und ischämischem Schlaganfall.

Ergebnisse

Insgesamt wurden 414 Patienten (Durchschnittsalter 63 ± 9 Jahre, 48 % männlich) eingeschlossen, von denen 69 eine myokardiale Ischämie aufwiesen. Über eine mediane Nachbeobachtungszeit von 6,9 Jahren (IQR 4,5–9,9) erlitten 32 Patienten (7,7 %) ein MACE. Patienten mit myokardialer Ischämie hatten eine signifikant höhere annualisierte MACE-Rate als jene ohne Ischämie (2,8 vs. 0,8 pro 100 Patientenjahre, p < 0,001). In der multivariablen Analyse war myokardiale Ischämie ein unabhängiger Prädiktor für MACE (HR 4,03, 95%-KI 1,94 bis 8,38, p < 0,001), zusammen mit Vorhofflimmern (HR 5,83, 95%-KI 1,69 bis 20,09, p = 0,005) und systolischem Ruheblutdruck (HR 1,02, 95%-KI 1,005 bis 1,04, p = 0,01). Die Subgruppenanalyse zeigte einen konsistenten Zusammenhang zwischen myokardialer Ischämie und erhöhtem MACE-Risiko über die meisten Subgruppen hinweg (alle p für Interaktion > 0,05).

Schlussfolgerungen

Die Stressperfusions-CMR zeigte prognostischen Wert und stratifizierte das Risiko bei Patienten mit bekannter oder vermuteter CAD und nicht eindeutigen EST-Ergebnissen effektiv. Die Stressperfusions-CMR stellt ein wertvolles Instrument für diese Patientenpopulation dar.