Markov-Modell von Tirzepatid im Vergleich zu Placebo (beide zusätzlich zur Standardtherapie) in der SUMMIT-Population (HFpEF plus Adipositas) aus der Perspektive des deutschen Kostenträgers, mit monatlichen Zyklen über fünf Jahre und vier nach KCCQ definierten Gesundheitszuständen sowie dem Tod. Diskontierte Kosten pro Patient: 5.827 Euro (Placebo) versus 31.052 Euro (Tirzepatid), mit QALYs von 3,539 versus 3,638. Tirzepatid erbrachte 0,100 zusätzliche QALYs bei inkrementellen Kosten von 25.225 Euro, ICER 252.611 Euro/QALY – deutlich über dem Schwellenwert von 100.000 Euro/QALY. Fünf-Jahres-Budget-Impact: 1,9 bis 6,2 Milliarden Euro unter den SUMMIT-Kriterien und 3,8 bis 12,6 Milliarden Euro bei breiterer Eligibilität, abhängig von der Inanspruchnahme (30/50/100%). Eine erhebliche Preissenkung wäre erforderlich, damit Tirzepatid sowohl kosteneffektiv als auch im bevölkerungsweiten Maßstab finanzierbar ist.
Die Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion ist häufig, mit Adipositas assoziiert und geht mit einer hohen Symptombelastung sowie einer hohen Inanspruchnahme des Gesundheitssystems einher. Tirzepatid, ein dualer GIP/GLP-1-Rezeptor-Agonist, verbesserte in der SUMMIT-Studie die Symptome und klinischen Endpunkte. Die hohen Anschaffungskosten werfen jedoch Bedenken hinsichtlich der Kosteneffektivität und Erschwinglichkeit auf.
Wir entwickelten ein Markov-Modell, das Tirzepatid im Vergleich zu Placebo, beide ergänzt um die Standardtherapie, in der SUMMIT-Population aus der Perspektive der deutschen gesetzlichen Krankenversicherung verglich. Das Modell nutzte monatliche Zyklen über einen Zeitraum von 5 Jahren mit vier durch den Kansas City Cardiomyopathy Questionnaire Clinical Summary Score definierten Gesundheitszuständen (Q1–Q4) sowie dem Zustand „Tod“. armspezifische Übergänge und Raten der Gesamtmortalität sowie einer Verschlechterung der Herzinsuffizienz wurden aus den SUMMIT-Daten abgeleitet. Deterministische und probabilistische Sensitivitätsanalysen, einschließlich Szenarien mit Preissenkungen für Tirzepatid, wurden durchgeführt, um die Unsicherheit der Parameter und Preisschwellenwerte gleichzeitig zu untersuchen. Eine prävalenzbasierte Budget-Impact-Analyse extrapolierte die Ergebnisse auf die deutsche Population mit Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion und Adipositas unter alternativen Zulassungskriterien (SUMMIT-ähnlich vs. breit gefasst) und Penetrationsraten (30 %, 50 %, 100 %).
Die diskontierten Kosten pro Patient betrugen 5.827 € (Placebo) und 31.052 € (Tirzepatid), bei 3,539 bzw. 3,638 qualitätsadjustierten Lebensjahren (QALY). Tirzepatid erbrachte 0,100 zusätzliche qualitätsadjustierte Lebensjahre bei einem inkrementellen Kostenbetrag von 25.225 €, was einem inkrementellen Kosten-Nutzen-Verhältnis von 252.611 €/QALY entspricht. Die Wahrscheinlichkeit einer Kosteneffektivität lag bei einer Schallgrenze von 100.000 €/QALY niedrig. Die inkrementellen Ausgaben über fünf Jahre betrugen ca. 1,9–6,2 Milliarden Euro bei SUMMIT-ähnlichen Zulassungskriterien und ca. 3,8–12,6 Milliarden Euro bei breit gefassten Zulassungskriterien, je nach Penetrationsrate.
Tirzepatid erzielt nur moderate Gewinne bei den qualitätsadjustierten Lebensjahren bei deutlich höheren Kosten und erscheint zum aktuellen Preis weder kosteneffektiv noch im großen Maßstab im deutschen Versorgungssystem erschwinglich. Um die wirtschaftliche Attraktivität und die Auswirkungen auf das Budget zu verbessern, wären erhebliche Preissenkungen erforderlich.