DE
Anmelden

Literatur ·

Pharmakologische Behandlungsstrategien zur Prävention von Herzinsuffizienz im kardiovaskulären-Nieren-metabolischen Spektrum

eine Expert-Konsenserklärung der EJHF.

Ein Expertenkonsens aus dem European Journal of Heart Failure empfiehlt den frühen, parallelen Beginn von bewährten Pharmakotherapien (SGLT2-Hemmer, nicht-steroidale MRAs, GLP-1-Rezeptor-Agonisten und RAS-Hemmer), um Herzinsuffizienz über das kardiovaskuläre-Nieren-metabolische Spektrum hinweg zu verhindern. Die Erklärung fordert eine beschleunigte Implementierung, strukturierte Überwachung und multidisziplinäre Versorgungspfade, um klinische Trägheit und Zugangsbarrieren zu überwinden. Für Kliniker in der Kardiologie, Inneren Medizin und hausärztlichen Versorgung stellt dies einen Paradigmenwechsel hin zu einer proaktiven, fachübergreifenden Prävention dar, anstatt etablierte Herzinsuffizienz nur reaktiv zu behandeln.

Zusammenfassung

Die Herzinsuffizienz (HI) bleibt weltweit eine der Hauptursachen für Morbidität, Mortalität und steigende Gesundheitskosten und wird als Ergebnis eines progressiven kardiovaskulär-nieren-metabolischen (CKM-)Syndroms anerkannt. Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2, chronische Nierenerkrankung, Hypertonie und atherosklerotische kardiovaskuläre Erkrankung treten häufig gemeinsam auf und interagieren über gemeinsame pathophysiologische Mechanismen, die das Auftreten einer Herzinsuffizienz, insbesondere mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF), fördern. Diese Expert Consensus Statement des European Journal of Heart Failure (EJHF) fasst aktuelle Evidenz zusammen, die pharmacologische Strategien zur Prävention von Herzinsuffizienz über das gesamte CKM-Spektrum hinweg unterstützt. Grundlagen der Therapie, einschließlich Hemmstoffe des Renin-Angiotensin-Systems, SGLT2-Hemmer, nicht-steroidale Mineralocorticoidrezeptorantagonisten und inkretinbasierte Wirkstoffe, zeigen komplementäre Vorteile bei der Reduktion von HI-Ereignissen, kardiovaskulären Todesfällen und dem Fortschreiten der chronischen Nierenerkrankung (CKD) in Hochrisikopopulationen. Die frühzeitige, parallele Einleitung dieser Therapien kann den Krankheitsverlauf modifizieren und das Fortschreiten von Risikostadien und präklinischen HI-Stadien zu einer manifesten klinischen Herzinsuffizienz abschwächen. Dieses Dokument betont zudem die Notwendigkeit einer vorrangigen, beschleunigten Implementierungsstrategie, die durch strukturiertes Monitoring, multidisziplinäre CKM-Versorgungswege und ein proaktives Management von Laborabweichungen unterstützt wird. Die Überwindung von Barrieren wie klinischer Inertheit, falschen Sicherheitswahrnehmungen, Polypharmazie, Kosteneinschränkungen und Ungleichheiten beim Zugang ist entscheidend, um die Evidenz in eine bevölkerungsweite Wirkung zu übersetzen. Eine Harmonisierung der Präventionsrahmenwerke über kardiologische, nephrologische, endokrinologische und hausärztliche Fachgesellschaften hinweg ist dringend erforderlich. Die integrierte, fachübergreifende Implementierung einer evidenzbasierten CKM-Behandlung bietet eine realistische Chance, das Auftreten neuer Herzinsuffizienz-Ereignisse zu reduzieren und die wachsende globale Belastung abzumildern.

Diese Seite wurde aus dem Englischen übersetzt und kann Fehler enthalten. Englisches Original