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22 Feb. 2018

Förderung von Verhaltensänderungen zur Reduktion des kardiovaskulären Risikos in der Primärversorgung

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Der Lebensstil trägt erheblich zu vermeidbarer Morbidität und Mortalität bei. Dieses EPCCS-Leitliniendokument beschreibt die vorgestellte Evidenz zu den Bestandteilen erfolgreicher Verhaltensänderungsstrategien und motivierender Gesprächsführung sowie dazu, welche kardiovaskulären Risikoverhaltensweisen und klinischen Endpunkte mit verschiedenen Arten von Strategien verbessert werden können.

Der Lebensstil trägt erheblich zu vermeidbarer Morbidität und Mortalität bei. Eine ungesunde Ernährung, ein inaktiver Lebensstil, übermäßiger Alkoholkonsum und/oder Rauchen setzen Menschen dem Risiko aus, Typ-2-Diabetes und/oder eine kardiovaskuläre Erkrankung zu entwickeln. Verhaltensänderungen im Gesundheitsbereich sind notwendig, um das individuelle Erkrankungsrisiko sowie die damit verbundenen Kosten für die Gesellschaft zu senken. Fachkräfte der Primärversorgung sind gut positioniert, um zu erkennen, welche Lebensstilinterventionen einer Person nützen könnten, wissen aber nicht immer, wie sie eine Verhaltensänderung im Gesundheitsbereich bei ihren Patientinnen und Patienten anstoßen können. Während zweier Jahrestagungen der European Primary Care Cardiovascular Society (EPCCS) wurde die Evidenzbasis zur Wirksamkeit verschiedener Methoden zur Förderung von Verhaltensänderungen im Gesundheitsbereich überprüft, und Erkenntnisse zu wirksamen Strategien wurden herausgearbeitet. Dieses Dokument beschreibt die vorgestellte Evidenz zu den Bestandteilen erfolgreicher Verhaltensänderungsstrategien und motivierender Gesprächsführung sowie dazu, welche kardiovaskulären Risikoverhaltensweisen und klinischen Endpunkte mit verschiedenen Arten von Strategien verbessert werden können. Dieses Dokument soll Hausärztinnen/Hausärzten und anderen Beschäftigten der Primärversorgung praktische Anleitung geben, um Patientinnen und Patienten zu befähigen, ihr Lebensstilverhalten zu verbessern. Während der EPCCS-Tagungen wurden Lücken in der Wissensbasis identifiziert, die in diesem Dokument als Empfehlungen für zukünftige Forschung formuliert wurden. Zudem wird der mögliche Beitrag bzw. die Verantwortung von Hausärztinnen/Hausärzten zur Förderung gesellschaftlicher oder politischer Maßnahmen erörtert.