Basierend auf der Sitzung und Diskussion zur Herzinsuffizienz während der 8. EPCCS Annual Meeting in Prag wurde dieses Leitliniendokument verfasst, um Ärztinnen und Ärzten bei der Diagnose und dem Management der Herzinsuffizienz in ihrer hausärztlichen Praxis zu helfen.
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Zusammenfassung Eine zeitnahe und genaue Diagnose der Herzinsuffizienz (HI) ist wichtig, da Behandlungen sowohl die Prognose verändern als auch die Symptome verbessern können. HI ist ein häufiges Syndrom mit schlechter Prognose und hohen Gesundheitskosten, doch da die Symptome unspezifisch sind, ist eine frühzeitige Diagnose schwierig. Die Primärversorgung spielt eine entscheidende Rolle bei der Identifikation von Personen mit HI und bei der Bereitstellung einer ganzheitlichen, personenzentrierten Versorgung von den ersten Symptomen bis zum Lebensende. Während der Clinical Masterclass 2015 der European Primary Care Cardiovascular Society (EPCCS) wurden aktualisierte, evidenzbasierte Strategien zur Diagnose und zum Management der HI diskutiert, Herausforderungen identifiziert und Vorschläge basierend auf neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen formuliert. Dieses Dokument fasst die Diskussion zusammen und soll europäische Hausärztinnen und Hausärzte zu einer verbesserten Diagnose und einem verbesserten Management von HI-Patientinnen und -Patienten in der Primärversorgung anleiten. Es berücksichtigt die diagnostische Abklärung und Behandlung sowohl der HI mit erhaltener Ejektionsfraktion (HFpEF) als auch mit reduzierter EF (HFrEF) und zeigt auf, wo sich die Managementansätze überschneiden können und wo die Syndrome unterschiedliche Strategien erfordern. Auch die neue HFmrEF-Kategorie (mittlerer Bereich: EF: 40–49%), die in den ESC-2016-Leitlinien eingeführt wurde, wird berücksichtigt. Dieses Dokument gibt praktische Anleitung zu Lebensstilinterventionen und dazu, welche pharmakologische Therapie bei verschiedenen klinischen Erscheinungsformen der HI von Nutzen sein kann. Es soll damit die entscheidende Rolle der Hausärztin/des Hausarztes bei der Überwachung des allgemeinen Gesundheitszustands einer Patientin/eines Patienten, einschließlich der Überwachung von Begleiterkrankungen, unterstützen.