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26 März 2026

Neue Mechanismen kardiovaskulärer metabolischer Risikofaktoren und therapeutische Möglichkeiten.

Paul C Evans, Gemma Vilahur, Petra Kleinbongard et al. - European heart journal

Dieser Übersichtsartikel im European Heart Journal untersucht, wie Stoffwechselstörungen – Adipositas, Typ-2-Diabetes und Dyslipidämie – das kardiovaskuläre Risiko durch neu identifizierte Mechanismen beeinflussen. Die Autoren heben unerwartete kardiovaskuläre Vorteile von Stoffwechselmedikamenten wie GLP-1-Rezeptoragonisten und SGLT2-Hemmern hervor und erörtern neue therapeutische Möglichkeiten an der Schnittstelle von Stoffwechsel- und kardiovaskulären Erkrankungen.

Zusammenfassung

Stoffwechselstörungen wie Adipositas, Diabetes mellitus Typ 2 und Dyslipidämie sind wesentliche Treiber des kardiovaskulären Risikos und haben in westlichen Bevölkerungsgruppen epidemische Ausmaße angenommen. Aktuelle Fortschritte in der klinischen Forschung haben unerwartete und oft vorteilhafte Effekte pharmakologischer Klassen von Stoffwechselmedikamenten auf kardiovaskuläre Endpunkte aufgedeckt und dabei komplexe Wechselwirkungen zwischen Stoffwechsel und kardiologischer Pathologie offenbart. Trotz ihrer klinischen Wirksamkeit bleiben die molekularen und zellulären Mechanismen, durch die viele dieser Wirkstoffe wirken, nur teilweise verstanden. Diese Wissenslücke unterstreicht die dringende Notwendigkeit grundlegender Forschung, die nicht nur die Biologie von Stoffwechselstörungen und kardiovaskulären Erkrankungen aufschlüsselt, sondern auch die mechanistische Grundlage bestehender und neu entstehender Therapien aufzeigt, um damit eine rationale Entwicklung therapeutischer Ansätze zu ermöglichen. Diese wissenschaftliche Stellungnahme, entwickelt von Forschern des Rates für Grundlagenforschung im kardiovaskulären Bereich (Council on Basic Cardiovascular Science) der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie (ESC) sowie mehrerer ESC-Arbeitsgruppen, bietet einen aktuellen Überblick über die aufkommenden molekularen und zellulären Signalwege, die metabolische Abnormalitäten mit vaskulären und kardiologischen Erkrankungen verbinden. Durch die Aufklärung dieser kritischen Zusammenhänge und ungelösten Fragen zielt dieser Artikel darauf ab, Innovationen in der Prävention und dem Management kardiovaskulärer Erkrankungen im Kontext von Stoffwechselstörungen voranzutreiben und neue Richtungen für zukünftige Forschungsarbeiten aufzuzeigen.